Cargo-Vinylaktion

Da ist es also – das erste Soloalbum von Jon Spencer.

Vö: 30.11.2018 In the Red Records iTunes LP kaufen

Nach über 30 Jahren verrückter, musikalischer Kreativität in so wichtigen und wegweisenden Noise/Garage/Alternative Bands wie Pussy Galore, Boss Hog, The Honeymoon Killers und natürlich The Jon Spencer Blues Explosion haut die NYC Underground – Legende nun ein „Hits Album“ raus.

Und wer, wenn nicht Spencer, einer der „hardest working men in Garage-Rock“, könnte sich anmaßen, sich einfach mal eben in die lange Liste der „… sings the hits“- Alben einzureihen!?

Auf eine entsprechend lange Diskografie und Karriere kann er ja schließlich zurück blicken. „All Killer, No Filler“ lautet also die Devise. Und genau hierfür hat Spencer sich mit Keyboarder Sam Coomes (Quasi, Heatmiser) und Drummer Mike Gard (aka M. SORD) zusammen getan und 12 neue Songs in 33 Minuten Gesamtspielzeit aufgenommen, die sich wie Ohrwürmer in den Gehörgängen festsetzen.

Spencer erfindet sich zwar nicht neu, liefert hier aber einen astreinen Mix aus frühen Blues Explosion und Pussy Galore.

Die zwei bis drei Minuten dauernden Songs sind bis auf das nackte Gerüst reduziert und explodieren vor thrashiger Funkyness. Hierbei ergänzen die knarzenden Synthbasslinien von Coomes und die metallig-scheppernden Drums von M. Sord perfekt das fuzzverzerrte Gitarrenchaos und die submanischen Megafonvocals von Spencer, der mit diesem Solo- Debut ein schönes Garage-Blues-Punk-Feuerwerk abbrennt.

Anspieltipps sind auf jeden Fall der knallende „Bing Bang Boom“- Opener „Do the Trash Can“, das wunderschön noisige „Alien Humidity“ oder der Badass-Groover „Time 2 be bad“. Die Hitliste auf ließe sich weiter fortführen. Mit diesem Album lässt sich eine lahme Party wieder hervorragend an den Start bekommen.  It’s time to be bad. Let’s get rude!

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  • 10/10
    Autor Jens Broxtermann - 10/10
10/10

Kurzfassung

Mit diesem Album lässt sich eine lahme Party wieder hervorragend an den Start bekommen.  It’s time to be bad. Let’s get rude!

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