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Die gesamte Kreativität vieler Vollbärte im Karohemd mit Klampfe passt oft genug in nur einen, crossmedial blutleer gehypten, Duchschnittstrack. KEVIN DEVINE hat gleich so viele sprudelnde Songideen, dass sie für zwei vollwertige Studioalben inklusive zweier verschiedener musikalischer Konzepte reichen.

Mit „Bubblegum“ und „Bulldozer“ veröffentlicht der umtriebige Singer/Songwriter aus Brooklyn, dessen spürbar erdigen Wurzeln nicht nur im Folk von BOB DYLAN und ELLIOT SMITH, sondern auch im Grunge und Lo-Fi der frühen 90er Jahre liegen, zwei eher konträr konzipierte Werke, die beide Seiten vereinen. Während das Eine ein rockiges Band-Album sein soll, soll den Hörer mit dem Anderen ein mehr klassisch folkiges Solo-Album erwarten.

Demnach wird „Bubblegum“, das Rockband-Album, überwiegend straighte Indie- und Rocknummern enthalten, die feedback-fiepend und gitarren-verzerrt ein Spektrum von hart und kräftig rockend bis rau und ruhig poppig umspannen. Manches Mal wird dabei stilistisch die alte MIRACLE OF 86-Zeit wiederbelebt und trotz eingängigen Melodien sozialkritisch getextet. Aufgenommen hat DEVINE die 12 Songs zusammen mit seiner GODDAMN BAND in New York. BRAND NEW-Frontmann Jesse Lacey übernahm neben der Produktion auch das Spiel am Bass und die Hintergrundgesänge.

Um die ganze Bandbreite des vielfältigen Musikers darbieten zu können, versammelt „Bulldozer“ hingegen devine-typische Solostücke, die sich mal in pop-balladeskem Akustik-Folk und mal in treibendem Folk-Rock ausdrücken. Als Gast- bzw. Backgroundsängerin tritt bei einigen Songs die wunderbare Isobel Campbell (BELLE & SEBASTIAN, MARK LANEGAN) in Erscheinung. Das von Hurricane Sandy beeinflusste Liedgut (Songs wie „From Here“ und „For Eugene“ zeugen davon) wurde von Rob Schnapf, der schon mit ELLIOT SMITH arbeitete, durch Pedal-Steel und Melotron instrumental veredelt und in L.A. produziert.

Kevin Devine (Ninelle Efremova)

Neben der für ihn neuen Art des doppelten Releases entschied sich DEVINE außerdem für eine gerade sehr morderne Form der Finanzierung. Weil er das über 10 Jahre andauernde Label-Hickhack in Amerika (6 Alben bei 5 Labels) endgültig satt hatte, machte er sich lieber fan- statt labelabhängig und finanzierte beide Alben – und sogar noch zusätzliche Touren – mit dem Geld aus einem überraschend erfolgreichen Crowdfunding-Projekt auf Kickstarter. $114.000(!) kamen zusammen, womit „Blubblegum/Bulldozer“ zu den 12 größten, kickstarter-finanzierten Musikprojekten gehört und im Herbst der Hörerschaft zugänglich gemacht werden kann.

Den „Brooklyn Boy“ im Doppelpack gibt‘s ab dem 18. Oktober auf CD und Vinyl oder als Download. In den ersten „Bubblegum“-Song „Private First Class“ kann schon jetzt reingehört werden.

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