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Der Kuipergürtel ist ein aus einer Unzahl von Asteroiden bestehender Ring außerhalb der Neptunumlaufbahn. Aha. Für einen Kleingeist wie mich ist das leider eine ganz schön ungreifbare und unvorstellbare Sache.


Ebenso ungreifbar ist auch die Musik der Hamburger Kimba Kyon, die gerade erst ihre nach dem Weltraumgebilde benannte EP veröffentlich haben. Das Titelstück richtet sich ganz langsam auf, ein leises Klingeln führt durch die ersten Takte, eine angenehme Melodie trägt uns immer weiter und weiter, bis ein Post-Rock Riff wie ein Himmelskörper explodiert. Darüber singt der Sänger mit seiner knurrigen, aber angenehmen Stimme, die man vor einer solchen Musik nicht wirklich erwartet hätte. Schön verträumt übernimmt „Flashes into Rhymes“, der Sänger gibt erst ein bisschen von seinem Kippen-und-Whisky-Timbre ab, nur um gegen Ende in kräftigen Kratzgesang auszubrechen. Alles vor sehr schönen, psychedelischen Zerrgitarren. „Fairies and Ogres“ beginnt mit Computergebimmel und hektischen Drums, das geht alle schon in Richtung tanzbar. Die Hektik geht irgendwann, das Gebimmel bleibt und steht dem Song auch gar nicht schlecht. „Civil Right“, vergleichbar kurz, ist höchst “floydesk“ und schwebt auf Synthesizer- und oder Gitarreneffekten den Sternen entgegen.

Coole 4-Song EP irgendwo zwischen Post-Rock, Shoegaze, Dreampop und Psychedelica. Zwar noch mit einigen Ecken und Kanten, aber die werden bestimmt bis zum nächsten, vollen Album ausgebessert.

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