Manchmal fängt man an ein Album zu hören und fragt sich bereits nach kurzer Zeit, was das genau sein soll. So geschehen bei Komplizen der Spielregeln aus Köln.

Vö: 18.10.2019 Offshore Tabernakel LP kaufen
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Eine Band aus Köln von der ich im Vorfeld noch nie gehört oder gelesen hatte, hat den Weg in mein WG-Zimmer gefunden und geht mir zu Beginn kräftig auf die Nerven. Fast so wie früher, wenn mein Vater Der Plan auflegte und in einer irren Lautstärke das ganze Haus beschallte. Interessant, dass ich gerade jetzt an Der Plan denken muss. Elektronische Musik trifft Pop mit Aspekten der NDW. Vielleicht also doch nicht so komisch.

Komplizen der Spielregeln haben sich mit ihrem neuen Album verkleinert. Das Quartett ist jetzt zu dritt. Klackern, Klicken, Hupen, Loops, verrückt vorgetragene, aber interessante Texte. Alles steht im Widerspruch. Wirklich alles? Ist das Kunst oder Konzept oder womöglich beides?

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Komplizen der Spielregeln sich der Massentauglichkeit geöffnet haben. Sehe ich anders, man muss ja aber auch nicht zur Masse gehören und die Masse nicht zu einem selbst. Irgendwas hat das Trio aber doch, was mich aufwühlt. So wie früher Der Plan und wenn Komplizen der Spielregeln in Neu singen „Es gibt nichts Neues“, haben sie sich wohl selbst verraten.

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