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Am Anfang der Lazar – Calladius Review steht ein Gedankenexperiment.

Man stelle sich vor, Josh Homme und Brant Bjork hätten über die winzige Widrigkeit hinweg gesehen, dass Russian Circles in den 90ern noch nicht existierten und die drei Post-Metaller zu den Desert Sessions ins Rancho De La Luna Studio eingeladen. Ganz abgesehen von einem nicht zu übertreffenden Potential an Situationskomik, das diese Begegnung wohl geboten hätte- wie hätte sie geklungen?

Ein bisschen nach Hamburg, vielleicht. Denn auch wenn man Jorden, Lukas, Matthias und Artur aka Lazar solch krude Gedankengänge nicht unterstellen möchte, eine der möglichen Antworten liefert ihre erste EP „Calladius“ allemal. Denn hier treffen fuzzige Sandstürme von Riffings auf bedächtig getupfte, wehmütige Gitarrenmelodien, Laid back-Attitüde auf noisige Zerstörungwut. Unerbittlich groovende Drums treiben düster brodelnde Gitarren-Loops vor sich her, die mal in psychedelisch hallende Soli, mal in dröhnende Stoner-Fanfaren münden. Sparsam eingesetzter, melancholischer Gesang akzentuiert den Taumel zwischen Fragilität und Sturm & Klang, die (Achtung, Post-Rock Falle) keinen weiten Bogen um berechenbare Songstrukturen machen, sondern diese stattdessen einfach umtackeln.

Es klingt, als hätten sich perfektionistischste Post-Rock Fetischisten mit unerschütterlichen Jam-Rockern das Songwriting geteilt. Eben, als hätte Mike Sullivan Josh Homme sein Pedal-Board unter die Nase gestellt.

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