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Seit 2009, der Geburtsstunde von le_mol aus Wien, geisterten nur lose Songsammlungen durchs Internet, flüchtig und schemenhaft wie ihr Inhalt.

Mit Aleph One hat das Post-Rock-Duo nun endlich sein erstes Album veröffentlicht und seine atmosphärischen Songs zu einem Gesamtwerk verdichtet, das aus jeder Faser eines kunstvoll gewobenen Soundteppichs wispert: Das Versteckspiel geht jetzt erst los.

Denn unfassbar bleiben le_mol in jeder Sekunde ihres Debuts, das mit leise herüberwehenden hebräischen Gesprächsfetzen und feierlich anmutenden Trommelwirbeln immer wieder den Eindruck ungeheurer Bedeutungsschwere vermittelt, die sich mit jeder neuen, filigranen Schicht geloopter Melodie weiter abzuzeichnen scheint, nur um dann in der nächsten Flut aus elektronischem Knistern wieder zu verschwinden.

le_mols sorgsam arrangiertes Klanglabyrinth erinnert in seiner Intimität an den Blick in ein Tagebuch aus lange vergangener Zeit; mal ist die Schrift der vielfältig eingesetzten Percussioneffekte klar lesbar, vermittelt Euphorie und Zielstrebigkeit, dann wieder verläuft sie unter der mäandernden Melancholie wehmütiger Gitarrenmelodien, die nichts als den düsteren Nachhall eines Gefühls hinterlässt. Manche Seiten des Tagebuchs fehlen ganz, sind verklungen zwischen in brachiales Fiepen gesteigerten Klangwänden und dem Rauschen verlorener Sender, deren Botschaft ungehört bleibt.

„Just another Instrumentalband? Yes, indeed!“, schreiben le_mol über sich selbst und treiben das Versteckspiel damit auf die Spitze. Auf Aleph One zeichnet die Band über die Lasur vereinzelter, aber gekonnt akzentuierter und überlagerter elektronischer Effekte das eindringliche Gefühl verblasster Erinnerungen, deren Form zu füllen dem Hörer überlassen bleibt und somit bestimmt das eine oder andere Déja-vu zur Folge haben wird.

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Zusammenfassung
Auf Aleph One zeichnet die Band über die Lasur vereinzelter, aber gekonnt akzentuierter und überlagerter elektronischer Effekte das eindringliche Gefühl verblasster Erinnerungen, deren Form zu füllen dem Hörer überlassen bleibt und somit bestimmt das eine oder andere Déja-vu zur Folge haben wird.
4.5
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