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Ein Cover, das einen wahrhaft bedrohlichen Eindruck macht. Eine EP, für die selbiges nur sehr bedingt gilt und eine Band, die wohl eher eine Geschichte vom Kapitulieren erzählt, als eine vom Kämpfen. So viel zum ersten Bild, das Milhaven’s „Automata“ abgibt.

Wir haben es hier aber nicht mit einer Band zu tun, die sich mit so kurzen Sätzen abfertigen lassen kann. Allein der erste Song „DRZ“ zeigt, dass da mehr passiert und wie könnte es anders sein, wenn jener direkt über eine Viertelstunde geht? Anfängliches Zögern und Innehalten tun sich zunächst schwer damit auszubrechen und so musizieren Milhaven auf sehr vorsichtigem, melodischem und lautem Level, bis sie dann gegen Mitte ihrer kleinen Oper scheinbar nicht mehr an sich halten können und sich ihrer Frustration doch noch lautstark Luft machen. Die EP ist aber wahrhaftig nicht bestimmt von solchen Momenten Eher ist sie tief gezeichnet von Wut und Frustration.

Man darf wohl davon ausgehen, dass die Abbildung einer Armee auf dem Cover von „Automata“ ein Hinweis auf Traurigkeit über solche Bilder ist. Automatisierte Menschen, die nicht das tun, was sie eigentlich möchten. Ein Aufruf zum Protest scheint die EP aber nicht zu sein. Im letzten Song ändert sich die Stimmung. Akkustikgitarren, die friedlich vor sich hin klimpern bestimmen das Bild, sehr im Kontrast zur vorherigen Endzeit-Stimmung. Die Geschichte scheint einfach vorbei zu sein, als würden Milhaven sich verabschieden mit einem letzten schönen Moment. „Automata“ ist zum größten Teil nachdenklich, sehr melancholisch und äußerst bedrückend.

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