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Am 11.03. veröffentlichte der 22-jährige in Dublin lebende Musiker und Produzent Jack Colleran, bekannt als MMOTHS, sein Debütalbum „Luneworks“. Colleran schrieb, komponierte, produzierte und performte die nachfolgende Ergänzung zu „MMOTHS EP“ (2012) und „Diaries EP“ (2013) gänzlich in Eigenregie.

Bereits mit diesen beiden sporadischen Veröffentlichungen legte Colleran raumgreifende, tief ins feuchte Mark eindringende elektronische Musik vor, denen er seinen ganz eigenen Designstempel aufdrückte. Nicht anders ist es bei „Luneworks“. Fernab von dumpfen Klängen strömt so der Titel „Deu“ in beruhigenden Ambiente-Gewässern. Boards of Canada lässt schön grüßen. Das Video dafür steuerten Hassan Rahim & Scott J. Ross bei. Im Splitscreen stellen sie abwechselnd beruhigende, verstörenden und stets surreal anmutenden Szenen gegenüber, die den Charakter des Albums visuell unterstützen.

In 44 aufsaugenden Minuten nimmt Colleran den Zuhörer auf eine nächtliche Reise durch eine sehnsuchtsvolle und schmachtende Welt. Dass er im Laufe der Genese des Albums stark von Brian Eno musikalisch beeinflusst wurde und sich von ihm inspirieren lies, ist nicht von der Hand zu weisen. Das musikalische Erbe macht er sich zu eigen, indem er punktuell Querverweise setzt und diese mit einer ordentlichen Portion Irish Stew aus Drone und Experimental vermengt. Derlei Können brachte ihm in einer Vergangenheit auch die Chance ein, für Bands wie Aphex Twin und The XX den Support zu machen. Eben diese Ambient-Klänge, die oft als Besonderheit hallende Stimmen und Perkussionsinstrumente aufweisen, sind auch auf diesem Album vertreten. Der Track „Eva“ kommt stilistisch stark nah an den deutschen Electronica-Musiker Apparat ran und und die letzten beiden Stücke „Naoko Pt. 1“ und „Naoko Pt. 2“ werden von ganz eigenen sphärischen Klängen bewohnt.

MMOTHS – Luneworks erscheint auf Because Music/OYAE am 11.3.2016!

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