Stellt euch vor es wäre April 2018 und Molde hätten ein neues Album gemacht! Ohne Flachs! „City Of Dreams II“ gibts ab dem 27.04. via Mikrokleinstgarten.

LP kaufen iTunes Vö: 27.04.2018 Mikrokleinstgarten

Bestätigt sich das alte Stigma bzgl. schlechter Fortsetzungen? Gibt es überhaupt so etwas wie einen schlechten 2. Teil? Braucht es für ein Sequel ein Original? Oder ist das alles am Schluss einfach egal? Ich habe das mal ohne Dr. Sommer und Fotostory umrissen.

„City Of Dreams II“ kommt mit 6 Stücken und über rund 25 Minuten daher. Mein lieber Herr/Frau Gesangsverein/-in! Die Rabauken von Molde wagen den Spagat zwischen sich einiges erlauben und sich um kaum was scheren.

Anti-Orchestral gibt es instrumental nicht mehr und nicht weniger als ein Schlagzeug und eine ziemlich genervte Gitarre. Das klingt aber sowas von reichlich, dass jeder Sonntagsbrunch mager aussieht. Zu keiner Zeit vermisst man auf „City Of Dreams II“ weitere Instrumente weil die Musik zum einen generell einfach so funktioniert, zum anderen auch alles schlicht und einfach wirklich sehr gut abgemischt ist. SATT!

Abgesehen von Tonalitäten bewegen sich Molde taktisch auf „City of Dreams II“ oft fernab der 4/4-Takt Diaspora aber ohne sich zu verkopft in Math-Rock oder ähnlichem zu verlieren. Wer sich hier zur Feier des Tages mal drauf einlassen kann, wird belohnt.

„Leap in the Dark“ macht einen guten Einstieg als vermeintliches Intro, das aber nach einer guten Minute dann auch klar den Kurst angibt. Bemerkenswert sind auch „George Kamerun“, „Discar“, und „Emma“.

„City Of Dreams II“ steht einfach stabil. Hier wird ein Konzept über 6 Stücke konsequent abgeliefert. Der persönliche Geschmack bleibt natürlich immer, aber ich würde 2-4 Biere nach Pilsener Brauart darauf verwetten, dass man diese Scheibe entweder sehr mag, oder eben nicht. Für irgendwelche Zwischendinger klingen Molde hier schlicht und einfach zu unbeirrt.

An „City Of Dreams II“ nervt am Schluss einfach nur das es so schnell vorbei ist.

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