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Da kommt so einiges zusammen. Vier Herren [mittlerweile in Berlin, dem Ruhrgebiet und im Sauerland zu Hause] denen man trotz der noch jungen Geschichte von NŌSIYAH die Erfahrung ihrer vorherigen musikalischen Projekte sofort anmerkt, denn es geht hier höchst professionell zur Sache.


Drei von NŌSIYAH waren und sind noch bei den eher indiesk anmutenden „A Tired Day’s Night“ aktiv. Sie selbst verorten die Musik ihres neuen Projekts irgendwo „zwischen Noise, Punk, Hardcore und Postrock“ oder benennen das Ganze kurz und einfach „postnoisewhatever.“ Und genau diese Vielseitigkeit merkt man den Songs ihrer Debüt-EP „Schemes“ vom ersten Moment an.

Auf den fünf Titeln vermischen sich verschiedene Stile und Einflüsse, filigran postrockiges Gitarrengefrickel trifft auf moderne Riffs. Eine technische versierte Rhythmusgruppe legt dabei das Fundament der Songs (etwa zwischen drei und vier Minuten Länge), in denen sich jedes Instrument individuell auszeichnen darf. Mir kommen beim Hören viele musikalische Querverweise in den Kopf, die jedoch relativ unkonkret bleiben, weil NŌSIYAH es schaffen, etwas eigenständiges aufzubauen. Es werden Bögen gespannt, zwischen von gewisser Traurigkeit getragener Verzweiflung und dem hoffnungsvollen Blick nach vorn. Der Gesang des Bassisten reißt mich (vor allem bei „Hands“ und „Harbour“) vom ersten Ton an mit und überzeugt durch einen unaufdringlichen Wiedererkennungswert und zeigt sich dabei, durch seine emotionalen und phasenweise vor Eingängigkeit nur so strotzenden Textzeilen, durchaus abwechslungsreich. Neben vorwiegend vorwärts geschrieenen Vocals wird auch gesprochen(„senses“). Inhaltlich geht’s laut Aussage der Band um greifbare Themen aus dem zwischenmenschlichen Spektrum, quasi „the good, the bad and the ugly“…

Die Jungs sind definitiv auf einem guten Weg. „Schemes“ klingt nach frischen Post-HC und geht schnell ins Ohr und wird dabei nicht langweilig. Ein ambitioniertes Werk, ein schön durcheinander geratenes „postnoisewhatever.“, dass schnell im Ohr hängen bleibt, ohne zu nerven. Alles in allem meine ich, wenn hier weiter so akribisch an den Dingen gepfeilt wird, sollte mit hoffentlich zeitnah umsetzbaren Tourplänen was gehen. Alles Gute dafür!

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