Cargo-Vinylaktion

NŌSIYAH sind eine noch recht junge Band, die quer in Deutschland verteilt ist. „Zenith“ ist die zweite Veröffentlichung nach der ersten EP „Shemes“ von 2016. Die Musik der Vier klingt erstaunlich abgeklärt. Hier macht sich die Erfahrung der Mitglieder bemerkbar, haben alle schon ihre ersten Schritte hinter sich gebracht.

EP kaufen Vö: 16.02.2018 DIY

Geboten bekommt der Hörer sechs wirklich gut produzierte Songs, die fließend zwischen treibenden Riffs und atmosphärischen Parts wechseln. Eine gewisse Dramatik umspielt das Gesamtbild. Allerdings kann ich weniger die angekündigten Noise-Elemente ausmachen. Dazu fehlt es dann doch hier und da an Durchschlagskraft.

Besonders hervorzuheben ist allerdings das Stück „Youth“, welches durch richtig schöne Melodien und eingestreute Up-Tempo-Parts überzeugt. Hierzu wurde auch ein Video gedreht, welches die leicht verzweifelte Stimmung gut eingefangen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=Opai5QGnF0I

Dass NŌSIYAH auch richtig ruhige Klänge anschlagen können, beweist sie mit „Prelude“. „Idle“ schlägt im Mittelteil gar post-rockige Klänge an und „Careless“ besticht durch eine gut Laut-Leise-Dynamik und lässt tatsächlich kurz Erinnerungen an Bands aus „The Wave“ aufkommen.

https://www.youtube.com/watch?v=-EjazsP5v8s&feature=youtu.be

Die nicht ganz zwanzig-minütige CD, die im Jewelcase von der Band persönlich zu ordern ist und im eigenen Proberaum aufgenommen wurde, kann allen ans Herz gelegt werden, die auf moderne härtere Klänge stehen, ohne dabei auf Melodie zu verzichten. Man darf gespannt sein, wie NŌSIYAH das Ganze hoffentlich bald auf Albumlänge präsentieren.

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem du den Fehler markierst und Strg+Enter drückst.

  • 7/10
    Autor Heiko Lüker - 7.0/10
7/10

Kurzfassung

NŌSIYAH sind eine noch recht junge Band, die quer in Deutschland verteilt ist. „Zenith“ ist die zweite Veröffentlichung nach der ersten EP „Shemes“ von 2016. Die Musik der Vier klingt erstaunlich abgeklärt. Hier macht sich die Erfahrung der Mitglieder bemerkbar, haben alle schon ihre ersten Schritte hinter sich gebracht.

Sending
User Review
0/10 (0 votes)
Lade mehr ähnliche Artikel
  • Chaos Commute

    Chaos Commute – Mirror

    Links Camilos Verstärkertürme, rechts Julian wie Kinski an den Kesseln. Unsere Redaktionsm…
  • Bandcamp

    Bandcamp – Im Zentrum steht die Musik

    Bandcamp – Eine Liebeserklärung Nach vielen Jahren des Stöberns im Internet habe ich schon…
  • Brew Berrymore

    Brew Berrymore – Alpacacircus EP

    Brew Berrymore kommen aus Regensburg und präsentieren mit „Alpacacircus“ die zweite EP nac…
Lade mehr von Heiko Lueker
Lade mehr in Kritiken

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Auch Interessant

Hooligans Gegen Satzbau – Triumph des Wissens

Es gibt verschiedene Möglichkeiten dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegenzuwirken. Ein…