Kenner wissen längst: Der Multiinstrumentalist Nils Frahm kann eigentlich alles. Nicht umsonst ist der gebürtige Hamburger schließlich einer der gefragtesten Künstler seines Fachs.


Der nächste Beweis lauert bereits ums Eck: Auf NPR.org kann man jetzt schon in Frahms siebtes Studioalbum „All Melody“ reinhören, welches am 26. Januar 2018 erscheint.

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Aufgenommen im Saal 3 des Berliner Funkhauses, von dem aus früher der DDR-Hörfunk sendete, verbindet der Komponist gekonnt einmal mehr seine großen Stärken miteinander: Neo-Klassik trifft auf feine Electronica, verträumte Melodien umschweben experimentelle Klangexperimente, ätherische Natürlichkeit wetteifert mit großer Kunst um die echten Emotionen.

Dass sich Frahm im besagten Saal 3 mittlerweile wie daheim fühlt – Kinderspiel, wenn man das Studio einfach mal schnurstracks nach den eigenen Vorstellungen umbaut –, hört man „All Melody“ in allen 12 Songs spürbar an. Vom Opener „The whole universe wants to be touched“ mitsamt Kirchenorgel über das herzzerreißende „Forever changeless“ bis hin zum auf links gedrehten und in allen möglichen Farben schillernden „Kaleidoscope“ zeigt der 35-Jährige hier eindrucksvoll, warum er nicht mal einen Film braucht, um einen Soundtrack fürs Leben zu produzieren.

In eigenen Worten von Nils, Oktober 2017:

Im Prozess der Fertigstellung bringt jedes Album wohl nicht nur ans Licht, was es ist, sondern vielleicht noch wichtiger: was es nicht geworden ist. In meiner Vorstellung war ALL MELODY so vieles im Laufe der Zeit, und es war auch tatsächlich vieles – aber nie genau das, was ich ursprünglich geplant hatte. Ich wollte zum Beispiel wunderschöne Trommeln hören: Trommeln, wie ich sie nie zuvor gesehen oder gehört habe, begleitet von menschlichen Stimmen, dem Gesang von Mädchen und Jungen. Sie sollten ein Lied singen, das klar von dieser Welt stammt, aber doch so klingt, als ob er aus einer ganz anderen Sphäre stammen würde. Ich hörte einen Synthesizer, der wie ein Harmonium klingt, auf dem die ALL MELODY gespielt wird – was mit einer Harmonium-Melodie verschmelzen würde, die wie ein Synthesizer klang. Meine Orgel würde sich in eine Drum-Machine verwandeln, während meine Drum-Machine wie ein Orchester aus Flötenklängen klingen würde. Ich wollte mein Klavier in meine eigene Stimme verwandeln, und jede Stimme in vibrierende Saiten. Die Musik, die ich in meinem Inneren höre, wird wohl nie auf einem Album landen – denn ich kann sie scheinbar nur für mich selbst spielen. Dieses Album vereint diejenigen Aufnahmen, die meines Erachtens nach hervorstechen, und es beschreibt meine jüngsten musikalischen Entdeckungen auf die für mich denkbar beste Art.

Live-Termine:
22.01.18 Funkhaus – Berlin (ausverkauft)
23.01.18 Funkhaus – Berlin (ausverkauft)
24.01.18 Funkhaus – Berlin (ausverkauft)
25.01.18 Funkhaus – Berlin (ausverkauft)
27.01.18 Philharmonie – Köln (ausverkauft)
21.04.18 Elbphilharmonie – Hamburg (ausverkauft)
22.04.18 Gewandhaus zu Leipzig (ausverkauft)
24.04.18 Alte Oper – Frankfurt
25.04.18 Muffathalle – München (ausverkauft)

Alle Shows: www.nilsfrahm.com/concerts

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Titelbild: © Alex Schneider

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