Vinyl immer portofrei bei jpc.de

Das irische Quintett O Emperor scheut auf ihrer zweiten Veröffentlichung kein Experiment und gibt sich vielseitig. Vom seichten Folkauftritt bis zu wilden, verzerrten Drums wird hier ein weites Bankett aufgeführt, dass dabei ziemlich souverän rüberkommt.

Über O Emperor gibt es nicht viel sagen. Nach ihrem Debütalbum ‚Hither Thither‘, das über Universal Music erschien, wurden die Jungs, die sich auf dem Gymnasium kennenlernten, sogar für den Choice Music Prize nominiert. Als irisches Album des Jahres. Das ist zwar kein Nobelpreis, aber immerhin eine nette Geste.

Nett beschreibt auch die Musik der Jungs gut. Äußerst angenehme Stimmen, ab und an ein Falsett, viel Klavier und zwischendurch auch ein Hauch von subversiver Aggressivität. Vielleicht für Abends. So mit Kerzen.

Anhören kann man sich das ganze auch bei Bandcamp. Dort gibt es dann auch den Song ‚Contact‘ für lau. Einer der wohl charakteristischsten Songs des Albums, weil er Dynamik zeigt und vorwärts geht. Da, wirklich nur da, zeigen O Emperor, dass sie zurecht eine Alternative-Rock-Band sind.

Doch das Folk-Korsett steht den Jungs auch nicht schlecht. Einige Aha-Momente hat das Album, wie den plötzlichen Einsatz von computergenerierten Sounds, die wider aller Ordnung eine Menge Spielfreude suggerieren. Schön.

Die bei Bandcamp als Dreampop getagten O Emperor würde ich jetzt nicht als irische Wunderjungs bezeichnen, aber wenn ich dann demnächst wieder vor meinem Plattenschrank stehe und in der Rubrik Irland suche, dann entscheide ich mich bestimmt eher für Paul & Co als für Bono.

Außerdem haben wir von Pretty in Noise die Ehre, die Tournee der Jungs präsentieren zu dürfen!

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg + Enter drückst.

Lade mehr ähnliche Artikel
Lade mehr von Jason Bartsch
  • The Jayhawks

    The Jayhawks – XOXO

    Seit fast 30 Jahren spielen The Jayhawks in einer eigenen Liga, weil Gary Louris die Zügel…
  • The Dead End Kids

    The Dead End Kids – Kommando Glitzer

    The Dead End Kids sind vier junge Menschen aus dem Erzgebirge und bringen mit Kommando Gli…
  • Thomas Dybdahl

    Thomas Dybdahl – Fever

    Welche kreativen Ergebnisse der Rückzug in das eigene Studie in Stavanger an der Westküste…
Lade mehr in Alben
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
Vinyl immer portofrei bei jpc.de
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Auch Interessant

Arterials – The Spaces Between

Der Nachfolger von Constructive Summer der Hamburger Band Arterials heißt The Spaces Betwe…