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Nachdem das Würzburger Quartett mit „Geisterstadt“ die Ebenen und Untiefen verlassener Landschaften vertonten, widmen sie nun ein ganzes Album dem sagenumwobenen Hochgebirge in Mitteleuropa. Das Land hinter den Wäldern, in dem der Aberglaube Berge versetzt.

Wo der Vorgänger noch auf Atmosphäre setzte und nicht selten an eine metallische Version von Earth erinnerte, gibt sich „Karpatia“ weitaus dynamischer, rhythmischer und riffbetont. „Aura“ eröffnet einem die Karpaten in ihrer ganzen Schroffheit. Souveräner Postmetal mit atmosphärischem Mittelteil der in einen Soundwall endet der aber nie den Gipfel erreicht. „Wölfe“ ist ein kurzer, roher Riffbrocken und unterbricht schon zu Anfang die Struktur des Albums. Dann setzt die Dämmerung ein, Schatten unhüllen das Gebirge und als die Sonne in den letzten Atemzügen liegt beginnt „Ursus Arctos“ das epische Herzstück. Ein dicht arrangierter Song, Postmetal und Doom in Vollendung der auch nach 10 min. in absoluter Dunkelheit endet. Omega Massif wirken konzentriert. Der Titelsong mündet in den Höhepunkt des Albums. „Steinernes Meer“ ist abwechslungsreich, stimmungsvoll und ein Schritt nach vorne. Die knochentrockene, unpathetische Produktion und das wunderbare Coverartwork machen aus „Karpatia“ ein souveränes aber überraschungsarmes Album. Nach einem eher verhaltenen Anfang reissen die Würzburger das Ruder nocheinmal rum  und überzeugen mit der 2. Hälfte der Platte. Gibt es eine Zukunft für den Postmetal?

 

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