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Das schöne an Liedtexten ist, dass diese eigentlich keinen Grenzen unterliegen. Klare Botschaften, kryptische Textzeilen, platte Reime, ambitionierte Metaphern. Vieles ist möglich. Doch was steckt eigentlich hinter diesem oder jenem Song? Was meinen die Verfasser*innen mit ihren Worten? Wie ist der Text entstanden und wieso? Diesen und noch mehr Fragen geht One Song One Story auf die Spur.

Rip it up (Disgusting News, Fressfeind, 2019)

Vanessa: Schmeiß hin, denke ich mir so oft im Leben, wenn mal wieder etwas schief läuft oder alles viel zu anstrengend ist und trotzdem nichts dabei herauskommt. Morgens viel zu früh aufstehen, um zur Arbeit zu gehen, um das Gleiche zu machen wie gestern. Oder der perfekt ausgedachte Plan für den nächsten Schritt im Leben und dann kommt es wieder ganz anders und du stehst komplett am Anfang. Ein paar Wochen oder Monate später erinnerst du dich dann an die Momente, als du am Liebsten alles kaputt machen wolltest, und lachst. Ganz nach dem Song Look back and laugh von Minor Threat. Der Song hat mir in diesen Momenten oft den Arsch gerettet und war die Inspiration für den Text Rip it up. „I swear this will be worth it I swear this time will pass What a perfect day to fuck it up And perfect to start again“ In der ersten Strophe geht es speziell darum, dass es sich lohnt sich durch zu kämpfen. Auch wenn alles total ausweglos aussieht. Meistens wird alles danach einfach viel besser als vorher, weil man sich auseinandersetzt mit Dingen im Leben, die scheiße laufen und dann verändert man die.

Manuel: Als ich mir das Bassriff ausgedacht habe, wollte ich versuchen mal etwas mehr Crust in die Sache zu bringen. Hat zum Glück niemand gemerkt und der Song war super schnell fertig.

Umso peinlicher, dass ich dann ein bis zwei Wochen danach den kompletten Refrain vergessen habe als wir ihn das erste mal live bei einem Konzert mit Düsenjäger und Es war Mord gespielt haben.

Patrick: Einer dieser Songs, der in einer Stunde fertig war.

Jan: Der ist geil aber ich spiele lieber schnellere Songs!

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