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Bei manchen Festivals ist es ja so: „Ja, cooles Line-up, aber für die zwei Bands, die ich sehen wollen würde, zelte ich nicht zwei Tage in der Gegend rum.“ Nun, beim Primavera Sound kann man die in diesem Satz genannten Zahlen vervielfachen. Da sind es dann eher … gefühlt hundert sehenswerte Bands, die sich am insgesamt sieben Tage andauernden Festivalprogramm in Barcelona die Bühnentürklinke in die Hand geben.

Man kann als Daheimgebliebener im Voraus durchaus neidisch werden auf diejenigen, die vom 25. bis zum 31. Mai ihren Frühsommerurlaub in der katalanischen Hauptstadt verbringen können und nicht in auf kuschlige Temperaturen erhitzten Büros den Livestream anstarren müssen. Dabei ließt sich das gesamte Lineup wie das Who is Who der internationalen erträglichen Musikbranche, ohne auf die üblichen gigantischen Namen des Popbusiness zurückzugreifen. Die ersten drei Tage geht das Festival eher gemächlich mit einzelnen, teilweise freien Rahmenkonzerten von unter anderem Boreals, Ratking, The Juan MacLean, Albert Hammond Jr. oder OMD los, bevor dann ab Donnerstag der eigentliche Hauptteil beginnt.

Primavera Sound 2015 – Sieben Tage und haufenweise gute Bands

Unsere Tipps, auch wenn diesmal leider niemand daran gedacht hat, Mogwai, Slint, Slowdive oder Godspeed(!) You(!) Black(!) Emperor(!), QOTSA, Nine Inch Nails oder Kendrick Lamar zu buchen: Am Donnerstag kann sich der geneigte Zuschauer unter anderem Chet Faker, Electric Wizard, James Blake, Panda Bear, Richie Hawtin, aber auch Sunn O))), The Black Keys und The Thurston Moore Band zu Gemüte führen. Das würde für ein mittelgroßes Festival schon reichen, ist aber nur der Anfang. Am Freitag geben sich unter vielen, vielen anderen alt-J, Damien Rice, die großartigen Death From Above 1979, José Gonzalez, Pallbearer oder Run The Jewels die Ehre, Samstag dann, als ob das nicht genug wäre, Swans, Caribou, Interpol, The Strokes, aber auch Legenden mit den Namen Underworld, Einstürzende Neubauten und Patti Smith. Der Sonntag macht dann mit u.a. My Brightest Diamond, SOAK und Fucked up den Abschluss dieses Festivals. Das komplette Line-up findet ihr hier.

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Wer jetzt bereits panisch Urlaub beantragt hat und Sonnenbrille sowie Gehörschutz schon vor die entsprechenden Körperöffnungen gepackt hat, sollte sich schnell um Tickets kümmern: Die gibt’s ab 195€ für das Wochenendticket (sowie mehr oder weniger für diverse Varianten wie VIP- oder Tagestickets) direkt auf der Homepage von Primavera Sound. Wenn ihr euren Urlaub gebucht, aber die Tickets schon ausverkauft sein sollten, könnt ihr euch erstens für eure Verspätung ärgern und zweitens auf Seiten wie Ticketbis umschauen, ob jemand sein bereits gekauftes Ticket wieder los werden möchte – natürlich, weil diejenigen dann vergessen haben, ihren Urlaub zu buchen.

Ich jedenfalls kann eh keinen buchen, ärger mich also und hör jetzt traurige Mogwai-Stücke, bis das Primavera vorbei ist. So.

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