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Vier Jahre nach seinem Album „Songs to Play“ veröffentlicht Robert Forster mit „Inferno“ am 1. März 2019 die zweite Zusammenarbeit mit dem Produzenten Victor Van Vugt (Nick Cave, P.J. Harvey, Depeche Mode, Beth Orton).

Vö: 01.03.2019Tapete RecordsLP kaufen

Wie man es von Robert Forster gewohnt ist, werden Alltags-Geschichten mit einer Brise Ironie und Augenzwinkern erzählt.

Die musikalische Qualität des Albums hervorzuheben, ist wie Eulen nach Athen tragen. Wieder mit von der Partie sind die in Brisbane ansässigen Multi-Instrumentalisten Scott Bromley und Karin Bäumler, die schon 2015 beim Album „Songs to Play“ mitgewirkt haben. Neu dabei sind Earl Havin (Tindersticks, Mary J. Blige) am Schlagzeug sowie der Keyboarder Michael Mühlhaus (Blumfeld, Kante) – vier Musiker aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt, die professionelle Qualität garantieren. Dank Van Vugts Produktion klingen sie wie eine lange eingespielte Band für die Ewigkeit. Getragen davon bringt Forster die nach Pressetext „beste Gesangsleistung seiner Karriere“.

Mit solchen Vorschuss-Lorbeeren ausgestattet, liefert Forster dann tatsächlich souverän und zu jeder Zeit punktgenau ab.

Würde es nur um den Gesang gehen, wäre das eine tadellose Leistung. Es geht aber um mehr, nämlich um ein musikalisches Gesamtwerk aus Gesang mit Inhalt, Präsentation und Klangerlebnis. Und da gibt es so manches zu bemängeln.

Schon zu Beginn schleppt sich der Opener „Crazy Jane On The Day Of Judgement“ dahin. Beispielhaft für den Schematismus im musikalischen Konzept für das Album ist der muntere aber belanglose Top-Ten-Pop des titelgebenden Tracks „Inferno (Brisbane In Summer)“, gefolgt von Beach-Groove-Song bei „Life Has Turned A Page“ und dem stärkeren „Remain“, das im New York des Jahres 1977 angesiedelt ist. Hervorzuheben sind lediglich der Song „I’ll look after you“, der nach Brian Wilson klingt und das Epos „One Bird In The Sky“, das mit eingängigem Harmoniegesang besticht und das Album beschließt.

Auf dem Album finden sich 9 Songs. Die einen werden sagen, mehr als genug. Andere wiederum hätten sich noch den einen oder anderen Song gewünscht, der nicht ganz so glatt und kantenfrei poliert sein müsste.

Insgesamt ist das Album für die HörerInnen wenig spannend, da man weiß was kommt und deshalb nicht enttäuscht wird. Allerdings kann man von einem Singer-Songwriter Forsterscher Qualität erwarten, dass er auch mal etwas Neues ausprobiert.

Im April und Mai 2019 ist Robert Forster mit Band in Europa unterwegs.

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