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Wenn Bands versuchen einen vergangenen Sound wieder aufleben zu lassen, ist das Ergebnis nicht immer das Beste, doch die US-amerikanische Band Savak beweist auf ihrem zweiten Album „Cut-Ups“, dass es möglich ist und mehr als Spaß macht.

LP kaufen Vö: 27.10.2017 Ernest Jenning Record

Das Album lässt in seiner ersten Hälfte vor allen Dingen Reminiszenzen an diverse Bands der 70er und 80er Jahre aufblitzen. Ist das etwas schlechtes? Keineswegs. Denn Savak haben irgendwie doch ihren eigenen Sound. Savak beweisen außerdem, dass man nicht immer wieder das Rad neu erfinden muss und auch ein „Back to Basics“-Sound Spaß machen kann. Mit „Sick of War“ beginnt das Album mit seichten Synth-Sounds bevor treibende Drums einsetzen. Das Ergebnis erinnert sehr stark an Joy Division. „Like Gary Wilson Said“ ist eine eher ruhigere Nummer und lässt Erinnerungen an The Byrds aufwecken. Treibende Drums lassen den schnellen Song „I Wanna Exist“ wie einen Hit, den die The Smiths nie hatten, wirken. Mit „Natural Light“ wird das Tempo etwas angeschraubt und wirkt dadurch wie ein Song von The Cure. Auf „They Are Bones“ kommt überwiegend E-Piano zum Einsatz und ist wie der vorangegangene Track eher eine schnellere Nummer. Durch seine Gesangsharmonien wieder einmal an The Smiths erinnernd, macht „Loma Prieta“ einfach irre Spaß. „Christos Peers (Soon We’ll Be Floating)“ prescht vor Geschwindigkeit einfach nur an einem vorbei. Auch wenn der Sänger von Savak nicht mal ansatzweise wie Jim Morrision klingt, erinnert „Keys to the City“ mehr als ein wenig an The Doors. Vor allem der Einsatz von Orgel-Sounds auf dem Keyboard helfen die Ähnlichkeiten noch etwas enger zu schnüren. „I Left America“ ist mit fast 5 Minuten Laufzeit der längste Song des Albums. Er ist der ruhigste des ganzen Albums und seine Länge tut ihm gut. Er treibt vor sich hin und lässt das Album ruhig ausklingen.

Dieses Album macht einfach tierisch Spaß. Zwar hat es nur eine Länge von 35 Minuten aber für den Inhalt hat das Album die perfekte Länge. Dieses Album ist einfach tadellos von vorne bis hinten. Allein durch die wechselnden Einflüsse der einzelnen Songs, wirkt nichts davon langweilig. Wenn man Musikliebhaber ist dann sollte man dieses Album auf jeden Fall besitzen.

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