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Sigur Rós Drummer Orri Páll Dýrason wird der Vergewaltigung beschuldigt.

Im Jahr 2013 soll Sigur Rós Schlagzeuger Orri Páll Dýrason in Los Angeles die Künstlerin Meagan Boyd sexuell genötigt und vergewaltigt haben. Aufgrund dieser schwerwiegenden Vorwürfe wird Dýrason Sigur Rós verlassen, was die Band inzwischen via Facebook bestätigte.

Wir akzeptieren den Abschied unseres Kollegen, damit er sich im Privaten mit den extrem ernsten Anschuldigungen befassen kann.

– schreibt die Band in ihrem offiziellen Statement auf Facebook.


Die Künstlerin Meagan Boyd, aktiv unter dem Pseudonym Yin Shadowz, erhob die Vergewaltigungsvorwürfe in der vergangenen Woche auf Instagram. Der Sigur Rós Schlagzeuger habe sie 2013 vergewaltigt, während sie schlief. Boyd und Dýrason feierten gemeinsam im Club „Body Shop“, in dem Boyd als Tänzerin arbeitete. Beide hätten sie sich geküsst, bevor die Boyd betrunken eingeschlafen sei.

Auf Instagram schilderte Boyd detailliert die Erinnerungen, die sie an den weiteren Verlauf der Nacht hat:

„Ich erwachte zweimal in der Nacht mit dem Gefühl, dass er in mich eindrang. Alles geschah ohne meine Einwilligung. Ich fragte mich selbst, warum ich nicht einfach ging. Aber ich war betrunken, todmüde und im Schock. Damals gab es auch keinen Fahrdienst wie Uber. Aber das spielt auch keine Rolle: Niemand verdient es, vergewaltigt, angefasst, geleckt oder gefickt zu werden OHNE EINWILLIGUNG.“

Boyd habe aus verschiedenen Gründen bisher geschwiegen. Sie sei selbst Fan der Band Sigur Rós gewesen:

Er spielte in einer Band, die ich liebte, ich respektierte ihn als Künstler.

Die Anschuldigungen Dr. Christine Blaseys gegen US-Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh haben sie ermutigt, das Schweigen zu brechen.

Boyd habe aus verschiedenen Gründen bisher geschwiegen. Sie sei selbst Fan der Band Sigur Rós gewesen: „Er spielte in einer Band, die ich liebte, ich respektierte ihn als Künstler.“ Die Anschuldigungen Dr. Christine Blaseys gegen US-Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh, über die gerade in den Medien berichtet werden, haben sie schließlich dazu ermutigt, ihr Schweigen zu brechen.

In einem zweiten Post, der wegen des Verstoßes gegen die Instagram-Richtlinien inzwischen gelöscht wurde veröffentlichte Boyd Screenshots von E-Mails, die ihr von Dýrason geschickt worden sein sollen. Darin soll der Sigur Rós Schlagzeuger unter anderem schreiben: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum du mir in aller Öffentlichkeit etwas vorwirfst, was ich nicht getan habe.“ Weiterhin soll er in seinen Mails behaupten, sie hätten nur eine gute Zeit zusammen gehabt und er hätte sie nicht genötigt.

Boyd stellte die Screenshots mit folgendem Kommentar online: “Ich denke, er glaubt an seine eigenen Lügen oder er ist einfach wahnhaft. Seine Seite der Geschichte ist komplett falsch und ausgedacht.“ In einem dritten Instagram-Post, der nach wie vor online ist, bleibt Boyd vehement: „Ich werde nicht nachgeben, mich einschüchtern oder in den Wahnsinn treiben lassen. Ich weiß, was passiert ist und werde nicht vergessen. Das war nicht einfach für mich und meine Familie, aber es ist meine Pflicht, ihn als Sexualstraftäter bloßzustellen, der sich nicht in der Komfortzone einer Frau aufhalten sollte.“

In einem eigenen Facebook-Post wandte sich Dýrason, Ehemann und Familienvater, auf Isländisch und Englisch persönlich an seine Fans.

Er erklärt darin seinen Rücktritt aus der Band, bittet um Ruhe und darum, seine Frau und seine Familie aus dem Spiel zu lassen: „Das hier ist noch kein Gerichtsverfahren, sondern nur Meagons Worte gegen meine, im Internet. Laut und provokative Worte, die niemandem etwas nutzen – nicht ihr und nicht mir.“

Titelbild: (c) Michael Hurcomb/Corbis via Getty Images

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