Cargo-Vinylaktion

Heute erscheint auf Dangerbird Records das inzwischen vierte Album der Indie-Pop-Rock Band Slothrust.

Vö: 14.09.2018 Dangerbird Records iTunes LP kaufen

The Pact heißt das gute Stück, auch nach mehrmaligem Hören, kann ich die Übereinkunft nicht heraushören.

Worin besteht die Vereinbarung? Vielleicht aus der Komposition möglichst vieler Musikstile, diese zu einem Album zusammenzubasteln und zu merken, irgendwie passt das so. Wenn daraus der Paket besteht, dann hat es teilweise geklappt, denn die zwölf neuen Lieder von Slothrust sind von ganz unterschiedlicher Prägung. Pop trifft auf Garage, Indie meets Singer-Songwriting.

Ein Lied wie Peach hat auf jeden Fall Hit Charakter, super eingängig, gefühlvoll vorgetragen. Auch Birthday Cake ist ein tolles simple gestricktes Lied, das einfach nur Spaß machen. Außerdem hätten wir beispielsweise das wunderbar nach vorne gehende Fever Dogs, in dem Sängerin Leah Wellbaum sich beinahe in Ekstase singt oder den wunderbar nach Garage-Sound klingende Song Planetarium.

Auch ein eher ruhigeres Stück wie On My Mind, mit sehr verspielt eingesetztem Blasinstrument, kann sich hören lassen, klingt für mich allerdings zu sehr nach Kuschelrock. Das letzte Lied Travel Bug ist wiederum wunderbar minimalistisch und man verliert sich in der Stimme Wellbaums. Singt sie gerade wirklich nur für mich, so das Gefühl während des Hörens.

Das große Problem bei The Pact ist die Diversität der Songs. Für meinen Geschmack stören einfach zu viele Lieder den Hörfluss. Gerade eingegroovt, wechselt der Sound um 180 Grad. Kehrtwenden hin oder her, aber über zwölf Songs das selbe Spiel immer und immer wieder ist zu viel für meinen Kopf und meine Ohren. Schade, denn Slothrust zaubern wirklich einige sehr gute Songs auf das Album, aber der rote Faden, der einzig aus Spielereien besteht, ist mir persönlich zu wenig.
So ist The Pact eine Platte, die aus guten einzelnen Liedern besteht, als Gesamtkunstwerk aber nur bedingt funktioniert.

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  • 6.5/10
    Autor Paul Schall - 6.5/10
6.5/10

Kurzfassung

Das große Problem bei The Pact ist die Diversität der Songs. Für meinen Geschmack stören einfach zu viele Lieder den Hörfluss. Gerade eingegroovt, wechselt der Sound um 180 Grad.

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