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Was einst vor fast 30 Jahren als ein Musikprojekt der Wohngruppe 17 der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg begann, hat sich mittlerweile als feste, eigenständige Größe im Bereich der experimentellen Independent-Musik behauptet.

LP kaufen Vö: 09.03.2018 Bureau B

Nach früheren Veröffentlichungen auf so renommierten Labels wie „Mercury“, „Mute“ und „What’s so funny about“ haben Station 17 nun ein neues Zuhause gefunden und bringen ihr mittlerweile 10. Album nun auf „Bureau B“ heraus.

Das für seinen vielseitigen Katalog aus freigeistiger Musik bekannte Schwesterlabel zu Tapete Records erweist sich dabei als idealer Partner für die sich ständig im Wandel befindliche Musik von Station 17.

Im Gegensatz zum vorherigen, eher song- und poporientierten Album besinnt sich das Kollektiv aus Musikern mit und ohne Behinderung dieses Mal voll und ganz auf ihre experimentellen Wurzeln und präsentieren uns mit „Blick“ ein zeitloses Album gefüllt mit wunderschöner, zeitgenössischer Elektro-Krautmusik. So verwundert es denn auch nicht, dass sich die Liste der beteiligten Gastmusiker wie ein „Who is who“ der deutschen Elektro-Indie-Experimental Szene liest, das Album dementsprechend eine weite musikalische Bandbreite zu bieten hat und Vergleiche mit den Großen der Genres natürlich nicht ausbleiben.

Schon der in Zusammenarbeit mit Jean-Hervé Péron und Zappi Diermaier von faUSt entstandene Opener „Le Coeur Léger, Le Sentiment D’un Travail Bien Fait“ erinnert von seiner Stimmung sehr an „One more night“ von den legendären CAN. Im Folgenden synthetisieren Station 17 mit ihren illustren Kollaborateuren Andreas Spechtl (Ja, Panik), Pyrolator, Andreas Dorau, Günter Schickert (GAM) Harald Grosskopf (Ash Ra Tempel), Eberhard Kranemann (Kraftwerk, Neu!), Datashock, Schneider TM und Ulrich Schnauss (Tangerine Dream) geradezu magische Musik zwischen Krautrock, Indietronic, Techno, Ambient, Avantgarde, ätherischem Elektro und experimenteller NDW, deren positiver Faszination man sich nicht entziehen kann. Allen neun Tracks auf „Blick“ wohnt dabei eine authentische und glückliche Atmosphäre inne, wie sie wohl nur von Station 17 und ihrem eigenen Bandkosmos geschaffen werden kann. Hervorragende und fantastische Arbeit.

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