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Eine gewisse Nostalgie und eine unaufgeregte Stimmung, die Sehnsucht nach der Ferne erweckt: Das verbindet die zwei Berliner Bands Strand Child und Celsius Panda. Ihre erste gemeinsame Split-Kassette ist bei Späti Palace erschienen. Zwischen Indie, Pop und Post-Punk kreieren die beiden ein perfektes Tape für Herbsttage. 

Was den Sound von Strand Child ausmacht, ist eine entspannte Atmosphäre, die sich im Licht eines Sonnenuntergangs färbt. Die Melodien sind eingängig, die verspielten Gitarren verleihen einen träumerischen Touch, der Gesang ist linear und langatmig. Sehr stark ist der Einfluss von 90er-Jahre Alternative-Rock. In „Eyes“ hat man den Eindruck, den Ozean vor sich zu haben und ihn zu beobachten. Die Vocals öffnen eine breite Perspektive, die diese Ferne im Klang umsetzt. Einen stärkeren Bass, der eingängige Refrain  und eine unterschwellige, stille Nostalgie kennzeichnen „Glad“. Sehr schön klingt die Dynamik zwischen Bass und Gesang, man schließt die Augen und ist in wenigen Sekunden ganz weit weg.  „Remnants“ ist wieder etwas verträumter und unbeschwerter. Aber die Stimme erzeugt die typische leicht sehnsüchtige Aura, die den Zuhörer einfängt. Wieder verlieren sich die Gitarren in einem fließenden und hypnotischen Klangspiel, um dann den Song sehr elegant abzuschließen.

Starke, immer sehr präsente Gitarren findet man auf der Seite B der Kassette mit Celsius Panda. Sehr elegant, glatt, präzise und knisternd warm, so klingt die Mischung aus Indie und Electro-Pop der Berliner. Ein dunkelblauer Klang, wie ein Nachthimmel, zieht sich durch alle drei Songs. „Molecules“ entführt mit den geschmeidigen Gitarrenklängen in wenigen Sekunden in eine andere Welt. Gleich ist man von dem Gesang fasziniert, der sanft wie Watte berührt. Schön abgehackt ist die Gesangslinie in „1983“, die etwas ungewöhnlich klingt, aber so gut mit den Gitarren harmoniert.  Ein orgelähnlicher Synth stärkt und rundet die Atmosphäre ab. Diese Orgel kommt auch wieder in „Swimmer“ zum Einsatz. Der Song überzeugt mit der Stimme von Lisa, die zusammen mit dem Gitarrenriff  eine Atomsphäre schafft, die einen sternenreichen Kosmos hervorruft, den alles umwebt.

Die zwei Bands harmonieren gut zusammen und die Kassette fühlt sich wie ein organisches Werk an. Wo auf einer Seite ein Sonnenuntergang im Klang erstrahlt, ist auf der anderen Seite des Tapes eine eher nächtliche Atmosphäre im Sternenlicht.

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