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Wir schreiben das Jahr 1973, wir befinden uns in einem Grönland, in dem überwiegend dänisch gesprochen wird, über das Dänemark die Zügel in die Hände nahm. In diesem Jahr und den darauf folgenden passierte etwas, was selbst die Grönländer für absonderlich hielten. Eine grönländische Rockband namens Sumé sang sich in die Herzen der Grönländer.


Überall wo man hinging ertönten die Songs des Sumé Debüt Albums „Sumut“. In allen Ecken und Kanten Grönlands ertönte ihr beatleslastiger Sound gepaart mit psychedelischer Manier Pink Floyds und mit dem Einspielern der traditionellen Trommelspielart der Inuit. Das klingt erst einmal nach einer, für die Zeit typischen Art von Rockmusik, aber das verwunderliche war, dass sie auf grönländisch sangen. Das war revolutionär, mutig und schockierend zugleich. Ihre Songs wurden zu einflussreichen Wurzeln einer politischen Revolution.

Die Songtexte sind politisch revolutionär, nicht nur die Sprache soll an ihre Kultur erinnern, sondern auch durch ihre Texten und in ihrer Art Musik zu machen. Sie waren die Pioniere Grönländischer Rockmusik. Die Anklage der Politik Dänemarks vertextet und an den kulturellen Verfall des Inuit Volks erinnernd und anmahnend sagen Sumé sich in die Herzen der Grönländer waren sozusagen der erste Steinwurf einer Revolution.

Diese Geschichte erzählt Inuk Willis Hoegh in seiner Dokumentation „Sumé – The Sound of a Revolution“ eindrucksvoll, verliebt und beherzt. Hoegh erzählt die Perspektive der Grönländer mit Interviews von Fans von der Band und allen möglichen, die Sumé umgaben. Hoegh katapultiert den Zuschauer, in nostalgischer Erinnerung durch die einzigartige Super-8 Footage und einer Menge Archivmaterial, in die grönländische Postkolonialzeit zurück.

Er zeigt pointiert, wie die Band ihren Ruhm erlang und gegen die Unterdrückung ihrer heimischen Kultur kämpfte. Dies ist eine Liebesgeschichte der Musik, die eindrucksvoll zeigt wie sie Menschen miteinander vereint und sie liebevoll an etwas erinnert, dass schon lange irgendwo in den Tiefen brodelt: Die Revolution, das Aufschreien gegen die Unterdrückung und für den Kampf zum autonomischen Grönland zeigt Hoegh in seiner Dokumentation so einleuchtend hart, dass es einen nicht loslässt. Lasst euch ein auf diese wunderbare Reise zurück in das Grönland der 70er Jahre. Kinostart: 21.01.2016

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