Crossover Rock aus Niederbayern von 4 enorm talentierten Musikern. Inwiefern ihre neue EP überzeugt und ob sie sich vom Vorgänger-Album The Sunlit Pyramid abhebt, erfahrt ihr hier.

Vö: 20.07.2018 iTunes

Lauschte man 2017 noch dem selbst aufgenommenen Debut-Album, so hat sich in nur einem Jahr enorm viel bei der verspielten Band getan. Sowohl beim Songwriting, als auch bei der Qualität der Aufnahmen können sie sich von ihren bisherigen Veröffentlichungen abheben. Von Funk, Rock, Reggae, Dubstep bis hin zu Goa kann man nahezu aus allen Genres Einflüsse erkennen.

Was sie besser machen als andere Crossover Bands? Die Mischung geht auf!

Mit dem Rocklastigen Opener Pack of Wolves wird einem bereits bewusst, welche Wucht in den nächsten 20 Minuten auf einen einprasseln wird. Die verzerrten Singlenotes ab Mitte des Songs sind sehr innovativ. Sweeny erinnert an Nu-Metal Zeiten mit größen wie Limp Bizkit. Chayenne ist nicht nur der Titeltrack der EP, sondern überzeugt auch durch einen druckvollen Synthesizer-Refrain und eine gefühlvolle Strophe. Ähnlich geht es einem bei Golem, dem vorletzten Titel. Obwohl sich beide Lieder durch den Synthesizer-Sound sehr ähneln, schaffen es Sunlit Pyramid eine andere, Dubstep-mäßige Stimmung zu erzeugen. Hetzjagd ist wohl der verspielteste Titel auf der EP. Mit gleichzeitigem Taktart- und Tonartwechsel kommen hier hauptsächlich Fans komplexerer Musik auf ihre Kosten. Der C-Teil, der sich wunderbar in den Song einfügt, könnte genauso eine Passage aus einem System Of A Down Song sein. Der Song Medley als letzter Track der EP ist eine interessante Mischung aus Funk und Goa, wie sie bisher wohl noch nicht dagewesen ist. Zu erwähnen ist wohl auch die Virtuosität der Besetzung. Nahezu alle Mitglieder haben ihr Instrument studiert und überzeugen live mit druckvollem und tightem Sound.

Chayenne ist eine gelungene EP, die das Potential der noch sehr jungen Band Sunlit Pyramid gut präsentiert. Wo an manchen Stellen noch die Hookline fehlt, zeigt sich andererseits die Kreativität und das enorme Können der Bayern, von denen wir in den kommenden Jahren noch großes erwarten können. Unbedingt im Auge behalten!

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem du den Fehler markierst und Strg+Enter drückst.

  • 8/10
    Autor Benedikt Wagensonner - 8/10
8/10

Kurzfassung

Crossover Rock aus Niederbayern von 4 enorm talentierten Musikern. Inwiefern ihre neue EP überzeugt und ob sie sich vom Vorgänger-Album The Sunlit Pyramid abhebt, erfahrt ihr hier.

Sending
User Review
7.5/10 (6 votes)
Lade mehr ähnliche Artikel
Lade mehr von Benedikt Wagensonner
  • Kala Brisella

    Kala Brisella – Ghosts

    Irgendwo zwischen Wahnsinn und Unbehagen – Kala Brisellas zweiter Akt. Im vergangenen Jahr…
  • The Screwjetz

    The Screwjetz – Persona Non Grata

    Ihr wollt wissen, was Punk eigentlich heißt? – The Screwjetz verraten es euch! Punk. Die d…
  • Karies

    Karies – Alice

    Karies kommen aus dem in musikalischer Hinsicht virulenten Stuttgarter Umland und gehören …
Lade mehr in Alben

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Kala Brisella – Ghosts

Irgendwo zwischen Wahnsinn und Unbehagen – Kala Brisellas zweiter Akt. Im vergangenen Jahr…