Cargo-Vinylaktion

Ilgen-Nur – ein Start wie es sich viele erhoffen.

Ihr erstes Tape „No Emotions“ schlug direkt ein, kurz darauf nahmen Tocotronic die Wahlhamburgerin inklusive Band mit auf Tour, es wurde ein neuer Song veröffentlicht und viele Konzerte gegeben. Von wem sie beeinflusst ist, wenn sie sweet findet und was sie (meistens) zum heulen bringt, könnt ihr hier erfahren:

Elliott Smith – Either / Or (1997)

Es muss ein Abend im September letzten Jahres gewesen sein, als ich gemeinsam mit meinem Bassisten Laurens (auch Erregung Öffentlicher Erregung) in seiner Küche saß und zum ersten mal „between the bars“ von Elliott Smith hörte. Direkt auf dem Heimweg hörte ich den Song in Dauerschleife. Ich würde sogar behaupten, dass es jetzt ca. ein Jahr später eins meiner absoluten Lieblingsalben ist. Ja leider harter Flop, dass ich Elliott Smith erst mit 22 entdeckt habe aber better late than never.

fav lyrics: „i’ll probably be the last to know
No one says until it shows, see how it is
They want you or they don’t
Say yes“
(Say yes)



Hole – Live Through This (1994)

Ein Throwback zum Peek meiner Teenage-Jahre, die ich vor meinem Laptop auf Tumblr verbracht habe. Zu dieser Zeit habe ich wirklich exzessive Recherche zu Riot Grrrl, Hole und Nirvana betrieben. Hatte einen Kurt Cobain-Shrine mit eingerahmten Foto und Kerze in meinem Zimmer, habe mir alle möglichen Zines gekauft, Filme und Interviews angesehen und mich in die Traumwelt von Hole Musikvideos begeben. Dieses Album ist bis heute eines meiner liebsten, es ist laut und leise und vor allem sehr ehrlich.

fav lyrics: „I made my bed I’ll lie in it
I made my bed I’ll die in it“
(Miss World)



Kate Nash – Made of Bricks (2007)

Diese Platte ist wahrscheinlich der Grund warum ich überhaupt Musik mache. Mit elf komplett vor meinem CD Spieler durchgehört und danach beschlossen, dass ich auch Songs schreiben möchte. Im zarten Alter von 15/16 habe ich sogar Kate Nash via E-Mail für mein Zine interviewt, von dem es im Endeffekt nur 5 Ausgaben gab, aber ich habe es immer noch archiviert und lese es mir gerne durch. Kate Nashs Songwriting ist so detailliert und smart und die ersten beiden Platten kann ich in- und auswendig wie keine anderen.

fav lyrics: „I wish that you knew when I said two sugars actually I meant three“
(Nicest thing)



Bikini Kill – The Singles (1998)

Das wahrscheinlich kürzestes Album das ich kenne mit 17 Minuten. Habe ich entdeckt durch diverse Kate Nash Interviews in denen sie über Kathleen Hanna sprach. Zu dem Zeitpunkt habe ich viele der Lyrics nicht zu 100% verstanden oder fand sie sogar „schockierend“, aber verstehe und fühle sie jetzt um so mehr. Kathleen Hanna ist einfach eine Ikone und jeder sollte sich den Film „the punk singer“ ansehen.

fav lyrics: „It gets so hard, just to be okay
Sometimes being happy, baby is what I’m most afraid of
Just cause my world sweet sister is so fucking goddamn full of rape does that mean my body must always be a source of pain?“
(I like fucking)



Soko – I thought I was an Alien (2012)

Kann ich ebenfalls in- und auswendig, wahrscheinlich für immer und ewig. Einfach so sad und so gut. Ich liebe alles was Soko macht, ehrlich gesagt. Habe sie leider noch nie live gesehen – was sehr traurig ist, weil sie eines meiner größten Inspos ist. Ihr „we might be dead by tomorrow“- Video bringt mich quasi jedes mal zum heulen.



Girls – Album (2009)

Christopher Owens is mein sad white softboy crush für immer und ich kann absolut nix dagegen tun. Best of dreamy Indie Songs mit sad lyrics aus sunny San Francisco, fast schon cheesy aber unfassbar gut.

fav lyrics:
Where did it start?
We used to be friends
Now when I run into you
I pretend I don’t see you, I know that you hate me
(Laura)



Air – Moon Safari (1998)

Ehrlich gesagt das Album, das ich am meisten höre ohne ansatzweise etwas über die Band zu wissen, außer dass sie aus Frankreich sind. „Sexy boy“ zum ersten mal im legendären Teenie Film „10 Dinge die ich an dir hasse“ gehört (lieb es immer noch weil Heath Ledger und good soundtrack und feminist Hauptfigur). „La femme d’argent“ ist einfach 10/10 magical.



Angel Olsen – Burn your fire for no witness (2014)

Angel Olsen vor ein paar Monaten in der Elphi live gesehen und ich habe nicht geheult? War selbst schockiert um ehrlich zu sein weil eigentlich eines der Alben zu denen meine Freund_innen und ich wahrscheinlich regelmäßig Tränen lassen, weil Angel Olsen wirklich angelic ist mit ihrer schönen Stimme und berührenden Lyrics. Saß letztes Jahr sehr früh morgens alleine in einem Cafe in Paris und es lief „windows“ und ich musste direkt wieder nur fast heulen. Wahrscheinlich für mich persönlich eines der besten Songwriter_innen momentan.

fav lyrics:
I quite my dreaming the moment that I found you
I started dancing just to be around you
(Unfucktheworld)



The Babies – Our house on the hill (2012)

Wer ein Fan von Kevin Morby (ex- Woods) und Cassie Ramone (ex- Vivian Girls) ist wird The Babies lieben. Für mich besonders weil liebe Kevin Morby und Cassie Ramone also wie nice ist es das sie ein paar Platten zusammen haben? Werde ich leider auch nie live sehen weil, wie z.B. auch GIRLS, die Band nicht mehr aktiv ist.

fav lyrics:
„who do you think you are? just another boy with a guitar
who do you think you are? just another boy with a guitar
trying to sing to me
crying for my sympathy“
(chase it to the grave)



The Vaccines – What did you expect from the vaccines? (2011)

War für mich in meiner Phase in der ich Mando Diao und Arctic Monkeys entdeckt habe die wichtigste Indie Band. Arctic Monkeys kennen wirklich alle aus meinem Freund_innen Kreis, vergleichsweise The Vaccines leider kaum jemand. Muss dazu sagen das ich Simon der in meiner Band Schlagzeug spielt wirklich sehr dafür schätze, dass er auch ein großer The Vaccines Fan ist und ich glaube wir haben schon mehrere Autofahrten zu Festivals damit verbracht über The Vaccines zu reden, außerdem sieht er etwas aus wie Justin Young (Sänger, The Vaccines). Andere fun facts: Habe ein semi cringy Fan Foto mit dem Bassisten Arni Hjörva ca. 2013, und „if you wanna“ war der erste Song den ich auf Gitarre gespielt habe, besteht nämlich nur aus D,G und A – aka perfekt für Leute die gerade anfangen und keine Lust auf Barre-Griffe haben.



Tipp: TEN x PiN – Max Gruber (Drangsal, Die Mausis)

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