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Der Platte fehlt es einfach an Nichts. Auch wenn die poppigen Momente sich eher auf ein Minimum beschränken, sind die Songs doch sehr minimalistisch gehalten und vor allem der Sound steht im Mittelpunkt. The Lost Rivers zeigen eindrucksvoll, wie man aus einem einzigen Riff einen 10 Minuten Song bauen kann, so wie es beim Opener der Platte „Death Of Eve“ der Fall ist, und das ganz ohne zu langweilen.

The Lost Rivers sind eine Shoegaze Band aus Tübingen. Where the Fuck is Tübingen? Egal. Das Trio klingt sowieso vielmehr, als würde es aus London oder New York stammen. Warum?

The Lost Rivers sind laut und das ganz ohne Kompromisse. Die Nähe zu Bands wie Black Rebel Motorcycle Club oder A Place To Bury Strangers ist nicht überhörbar und übersehbar. Denn The Lost Rivers sind nicht nur was fürs Ohr, sondern auch fürs Auge. Strobo ist die Devise und davon bitte soviel wie nur möglich. Ohrenstöpsel? Fehlanzeige! Wer sich einmal in diese Band verliebt hat, der gesteht sich früh genug ein, dass er / sie mit 40 Jahren taub sein wird. Doch was tut man nicht alles für die Musik?!

Nachdem sie bereits mit ihrem zweiten Album „Sin and Lostness“ nicht nur in Deutschland, sondern auch in UK eingeschlagen sind, gabs am 1.April diesen Jahres die Re-Release ihres Debütalbums „My Beatific Vision“.

Zu hören gibt es: Fuzz, Fuzz, Fuzz, Rock’n’Roll und Fuzz!! Genau nach meinem Geschmack. Man soll ja nicht geizen, wenn man’s hat. Also gibt es eine Wall Of Sound nach der nächsten. Ja, die Platte mag zu Weilen anstrengend sein (was auch daran liegen kann, dass ich sie beim Hören bis zum Anschlag aufdrehe und wie eine Verrückte durch meine Wohnung springe…) aber dennoch handelt es sich um ein weiteres Puzzleteil der langsam aber stetig wachsenden Shoegaze-Szene in Europa.

Der Platte fehlt es einfach an Nichts. Auch wenn die poppigen Momente sich eher auf ein Minimum beschränken, sind die Songs doch sehr minimalistisch gehalten und vor allem der Sound steht im Mittelpunkt. The Lost Rivers zeigen eindrucksvoll, wie man aus einem einzigen Riff einen 10 Minuten Song bauen kann, so wie es beim Opener der Platte „Death Of Eve“ der Fall ist, und das ganz ohne zu langweilen.

The Lost Rivers sind unkonventionell und das ist gut so. Außerdem denken sie in größeren Dimensionen, als die meisten deutschen Bands, die mir so begegnet sind. Und sie stellen wohl eines der besten Beispiele dar, dass es sich auszahlt. Touren und Konzerte in UK mit Bands wie The Telescopes oder eine Deutschland Tour mit der Shoegaze Band Ceremony sind nur einige Beispiele.

Ohne Frage ist die Re-Release eine durchaus gelungene Sache. Die Firstpress ist zunächst auf 500 Stück limitiert, wobei die ersten 100 Stück als schwarze Vinyl Limited Edition zu haben sind. Also: Nicht lange fackeln und sich das gute Stück nach Hause bestellen.

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