Cargo-Vinylaktion

Auf die erfolglose Suche nach der Wahrheit begeben sich The Pariah auf ihrem am 28.09. bei Redfield Records und Silent Cult Records (UK) erschienenen Debüt-Album No Truth.

Vö: 09.11.2018 Redfield Records Silent Cult Records iTunes LP kaufen

Die Suche beginnt irgendwo in Bottrop und die Marschrichtung wird mit den ersten beiden Zeilen ziemlich klar: „The curtains fall / Make sure your costumes fit“. The Pariah verschwenden keine Sekunde und brechen nach vorne.

Melodic-Hardcore der definitiv im internationalen Vergleich mithalten kann.

Selbstbewusst, tolle Breaks, treibend. Mal sind sie die Jäger, mal die Gejagten.

In Zeiten, in denen Fake-News wieder ins Rampenlicht gerückt sind und sich dank Social Media etc. schneller verbreiten als uns manchmal lieb ist, ist die Suche nach der Wahrheit eine differenzierte. Wem kann ich glauben, wem nicht? Wer zeigt gute Mine zum bösen Spiel? Relativ schnell kommt man zu der Erkenntnis, dass es immer mehrere Wahrheiten gibt. Ganz nach dem Motto: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Zu der Erkenntnis, dass die Suche zwecklos bzw. nicht wirklich vielversprechend ist, kommt das Quartett, dass mit No Truth ein fulminantes Album auf die Plattenteller der Welt gezaubert hat, auch.

The Pariah beweisen Herz und Melodie, genau wie Ekel und Härte. Das Album hat Kanten und ist dennoch fein geschliffen.

Lüge und Wahrheit sind Gegenspieler, die in jedem Teil des Lebens immer wieder von Bedeutung sind. Das betrifft das persönliche Sein, das soziale Umfeld, sowie die gesamte Gesellschaft. Somit wird No Truth zu einem persönlichen Album, dass aber auch einige kritische Stimmen an den Status Quo zu richten hat.

Elf Songs, die sich häufig ähneln, und für eine*n ungeübte*n Melodic-Hardcore-Hörer*in klingt vermutlich vieles einfach nur gleich. Aber Silent Birds sticht auf dieser Platte besonders heraus und ist gleichzeitig auch mein Favorit. Hören und genießen.

Dass die Band bei der Entstehung ihrer Platte viel überlegt hat, merkt man an dem roten Faden der im letzten Lied mit „Let us stand outside / Waiting for the rain / For our masks to be washed away / Let us stand outside / Waiting for the rain / Until we can see each other’s face“ endet.

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  • 9/10
    Autor Paul Schall - 9/10
9/10

Kurzfassung

The Pariah beweisen Herz und Melodie, genau wie Ekel und Härte. Das Album hat Kanten und ist dennoch fein geschliffen.

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