Im Jahr 1980 gründeten Sven Dohrow und Ronny Schreinzer im damaligen West-Berlin das Synthie-Pop Duo The Twins.

Vö: 25.05.2018 Monopol Records iTunes LP kaufen

25 Jahre lang war es sehr ruhig um die Band, bis sie nun am 22.Juni via Monopol Records ihr neues Album „Living For The Future“ veröffentlicht haben.

Menschen in meinem Alter geht es vermutlich jetzt wie mir. Wer zum Teufel sind bzw. waren The Twins? Eine Frage, der ich für dieses Release auf den Grund gegangen bin. Nahezu überall lässt sich die gleiche Geschichte lesen. Große Hits, Durchbruch in Italien und so weiter und so fort. Liest man dann noch die aktuellen Reviews zu „Living For The Future“, bekommt man wieder die gleichen Stories erzählt, aber leider sehr wenig über das Album. Staubig, Staub und Entstauben sind die Wörter, die sich durch sämtliche Reviews hindurchziehen.

Sanfte, heile Welt Musik ab der ersten Sekunde. Welcome to the Eighties, elektronische Tanzmusik in seiner schlimmsten Form und das im 21. Jahrhundert, völlig gegen den Trend, muss nicht immer gut sein. Sagt man nicht auch, dass alles wiederkommen wird. Eine schlimme musikalische Befürchtung beginnt, wahr zu werden. Oder nicht? Doch auch Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre gab es schon gute Alternativen zum Synthie-Pop, aber der Geschmack der Masse, ein ohnehin merkwürdiges Phänomen, hat es zu etwas Großem gemacht. Dies werden The Twins mit ihrer eintönigen Platte nicht wiederholen können. „Living For The Future“ klingt wie ein verzweifelter Versuch, noch einmal etwas auf die Beine zu stellen. Doch dafür ist mehr nötig, als altes eingekochtes Material wieder aufzuwärmen, ohne es dabei nachzuwürzen. Bereits nach drei Liedern hat man das Gefühl schon alles notwendige gehört zu haben. Kein Pfiff, kein Mut, nur Nostalgie und, ja ich sage es auch, eine Menge staubiger Vergangenheit, aber definitiv keine Zukunft. Da keine Review völlig ohne etwas positiv enden sollte, belohne ich zumindest den Mut des Duos, da sie versucht haben, die 80er Jahre wieder aufleben zu lassen.

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  • 2/10
    Autor Paul Schall - 2.0/10
2/10

Kurzfassung

Sanfte, heile Welt Musik ab der ersten Sekunde. Welcome to the Eighties, elektronische Tanzmusik in seiner schlimmsten Form und das im 21. Jahrhundert, völlig gegen den Trend, muss nicht immer gut sein. Sagt man nicht auch, dass alles wiederkommen wird. Eine schlimme musikalische Befürchtung beginnt, wahr zu werden. Oder nicht?

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