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Das schöne an kurzen Platten ist ja, dass man schnell das Vergnügen hat, sie einfach nochmal von vorne zu hören. Insbesondere dann, wenn in dieser kurzen Spielzeit dann auch noch so herrlich viele Ideen verbraten werden, wie im Fall von „Agnostic Funk“ der Kölner Post-Punk-Band TICS.

Vö: 01.03.2019TomatenplattenLP kaufen

TICS hauen den ZuhörerInnen hier auf ihrer neuen EP nämlich 8 Songs in einer Gesamtspieldauer von ungefähr 18 Minuten um die Ohren, wobei keiner der Songs die 3-Minuten-Marke durchbricht.

Nach dem ersten Durchlauf kann man eigentlich noch gar nicht fassen, was die TICS uns da in derart komprimierter Form alles auftischen.

In der Kürze liegt somit die Würze und der Bandname ist hier Programm. Ein „Tick“ als Krankheitssymptom beschreibt im Allgemeinen ein nervöses Zucken bzw. eine wiederkehrende und teilweise komplexe motorische Kontraktion von Muskeln. Übertragen auf die Musik der Kölner finden sich somit auf „Agnostic Funk“ kurze aber höchst komplexe, funkige Post-Punk-Nummern, zu denen man wirklich hervorragend abticken kann.

Vom Beefheart’schen Opener „Soft Panic“ über „Guerilla„, einer Funk-Punk Nummer mit pulsierender Bassline und Money Mark’schen Keyboardpassagen, bis „Boring“, einem meiner Album-Highlights mit fantastischer Tremolo-Gitarre und Dead Kennedys-Vibes, und dem abschließenden Psych-Funker „The Tide“ mit toller Unter Wasser Atmosphäre, präsentieren TICS hier ihren agnostischen Funk, den sie aus Elementen von Hardcore, No Wave, Punk und Funk zusammen setzen. Alle, die sich in einer Schnittmenge aus Minutemen, ESG, James Chance, The Pop Group, Radio 4, Gang of Four, Captain Beefheart oder auch Talking Heads zuhause fühlen, dürften an „Agnostic Funk“ ihre pure Freude haben.

Wir haben heute das außerordentliche Vergnügen, euch den exklusiven Album-Vorabstream präsentieren zu dürfen. Tickt ab!



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