Unglaublich kraftvoll und voller Inbrunst startet das am 04.05.2018 über Gunner Records erschienene neue Album „True Places“ von Tied To A Bear.

LP kaufen iTunes Vö: 04.05.2018 Gunner Records

Nach nur 12 Sekunden setzt der herzzerreißende Gesang ein und ich bin verliebt in diese Band. Seit „All In“ von Nothington hat mich keine Punkrock-Band mehr so schnell von ihrem Sound überzeugt.

Tied To A Bear aus Boston haben mit „True Places“ den Soundtrack eines Sommers musikalisch umgesetzt. Nackt baden im See, über Wiesen und Felder rennen und darauf umher wälzen, Mülltonnen umwerfen, Lachen, Adrenalin, all‘ der jugendliche Schabernack den man mit seinen Freundinnen und Freunden erleben will. Liebe, Wut, Herzschmerz, Weltschmerz, Zuversicht. So konträr, doch ganz nah beieinander. Hand in Hand. Getreu dem Motto: Die Welt gehört uns. Doch am Ende steht immer die Realität.

Our youth will die and with it the lie. That we’re all gonna live forever

Diese besondere Stimmung ist vor allem dem Gesang geschuldet, der so abwechslungsreich ist, da drei der vier Musiker zum Mikrofon greifen und sich alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligen. Dazu die Background-Gesänge, die das Ganze noch einmal verstärken. Bis auf „300 Days“ und das letzte Lied „Grains of Sand“, die eher ruhiger, aber keineswegs mit weniger Druck daherkommen, ist True Places ein Punkrock-Album, mit einem durchweg hohem Tempo und, ohne das man Einfluss darauf nehmen könnte, fangen Kopf und Fuß automatisch an, im Takt mit zu wippen.

Nahezu jedes Lied ist eine Hymne, schnörkellos gespielt, begeisternd, mitreißend.

We were just kids, we had the biggest of dreams and our axis turned on a whim.

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  • 8/10
    Autor Paul Schall - 8.0/10
8/10

Kurzfassung

Tied To A Bear aus Boston haben mit „True Places“ den Soundtrack eines Sommers musikalisch umgesetzt. Nackt baden im See, über Wiesen und Felder rennen und darauf umher wälzen, Mülltonnen umwerfen, Lachen, Adrenalin, all‘ der jugendliche Schabernack den man mit seinen Freundinnen und Freunden erleben will.

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