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Das neue und sechste Album des amerikanischen Allround-Talents Scott Hansen aka ISO50 ist am 12. Juli erschienen und geht damit einen neuen Weg.

Vö: 12.07.2019 Ninja Tune LP kaufen

Während der Opener zu Beginn mit sanften Klängen in bekannte Tycho – Gefilde einsteigt, die einem unmittelbar dieses unvergleichliche Gefühl von Weite vermittelt, wird man kurz später von einer weiblichen Stimme begrüßt, die sich wie ein gleitender Vogel durch die Chillwave Landschaft bewegt. Das ist die Stimme von Hannah Cottrell, bisher eher unbekannt als Saint Sinner.

Zum ersten Mal nach 5 mehr als erfolgreichen, gesanglosen Alben – das 2016 erschienene Album Epoch wurde sogar für einen Grammy nominiert – führt die Stimme von Miss Cottrell nun Weather in eine neue Richtung.

Abgesehen von Easy, Into the woods und Weather wirkt sie in allen Titeln mit und verleiht der bekannten Tycho Ambient Klangteppichen damit noch eine weitere Ebene. Das Album geht damit schon beinahe einen Pop-Weg, der sich wirklich zu lohnen hört. Vor allem Japan hat Potenzial für Autofahrten durch weite Felder, oder das bekannte „sich treiben lassen“, für das sich die Musik von Tycho eignet wie ein Schwimmreifen. Das einzige was ab und an fehlen mag, ist etwas mehr Dreck auf der glatten, weichen Klangoberfläche.

Das geht so weit, dass man sich beim Hören der Platte in den 80er/90er Jahren wieder zu finden glaubt. Wer während Japan oder Pink & Blue gedanklich dorthin abdriftet, muss sich nicht wundern. Scott Hansen bestätigte selbst, dass er seine musikalischen Anfänge aus den 90ern in diesem Album wieder aufgreift. Auch die Bilder einer Reise nach Hakone, Japan (wer hätte es gedacht) verarbeitete er zu Klängen für das neue Album.

Alles in Allem ist das neue Album gut, da die Gesangseinlagen von Saint Sinner wie ein wohlig sedierendes Add On wirken, ohne den Klangkünstlern ihre Bühne zu nehmen.

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Zusammenfassung
Tycho gehen auf ihrem neuen Album „Weather“ einen neuen Weg – erstmals angeführt von einer Stimme, die das Projekt auf eine neue Ebene hebt.
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