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„In the Night“ der epische Opener verwischt die Grenze zwischen Doom und Psychedelic Rock. Ein Trip durch die Nacht ohne Ende.

Aus den Appalachen, einem Gebirgszug im Osten der USA, weht ein neuer Wind in einem alten Genre namens Psychedelic/Stoner Rock. Das Sextett U.S. Christmas, benannt nach dem alten Trapper aus dem Western „Pat Garrett jagt Billy The Kid „, beleben die Musikwelt mit einer betörenden Mischung.

„In the Night“ der epische Opener verwischt die Grenze zwischen Doom und Psychedelic Rock. Ein Trip durch die Nacht ohne Ende. Spacige Gitarren und Feedbackorgien werden regelrecht zelebriert und dienen ganz der Stimmung als dem Selbstzweck. „Fire is sleeping“ ein tieftrauriges Country-Americana Stück, vorgetragen nur von Violine und der launig-nöligen Stimme von Nate Hall beweist großes Gespür für Stimmungen. Die Elegie des Albums zieht einen bei „Fonta Flora“ immer weiter hinein. Eine endlose Prairie in der die Sonne nie unterzugehen scheint.

Vieles erinnert tatsächlich an MONSTER MAGNET oder HAWKWIND und wird von US CHRISTMAS aber durch wunderbare Facetten wie Folk, Postrock und Indie erweitert. In „Maran“ entlädt sich im effektbeladenen Gesang die ganze Emotionalität, die bis dahin zurückgehalten wurde. Die Tribal-Perkussion in „The Quena“ sind die Overtüre zum dramatischen Höhepunkt „Deep Green“ das in einer mantraartigen Melodie konsequent zum Ende gebracht wird. Am Ende gibt es nach solch trippiger Musik kaum einen besseren Titel als „The Moon in Flesh and Bone“.

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