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Uncle M hat Geburtstag: Bereits zum vierten Mal kann sich das junge Münsteraner Label ausgiebig zelebrieren lassen.


Nachdem die vergangenen drei Jahre mit dem ausverkauften Label-Fest in der Heimatstadt gefeiert wurde, findet 2016 erstmalig eine Expansion nach Berlin statt. Bevor es am Samstag (23.04.) also traditionell in den Skaters Palace geht, wird am Abend zuvor (22.04.) das Cassiopeia im Hauptstadt-Szeneviertel Friedrichshain unsicher gemacht werden.

Seit Gründung des Labels hatten die Herrschaften von Uncle M bei rund 100 Releases ihre Finger im Spiel – knapp 40 Werke davon hat man sogar selber veröffentlicht. Dementsprechend umfangreich ist der Band-Katalog geworden, aus dem man das diesjährige Line-up auswählen durfte. Entstanden ist in der Folge das „musikalisch abwechslungsreichste Uncle M Fest”, lässt das Label verlauten. Neben dem Merchandise-Bereich, der wie üblich auch Fairtrade-Marken, NGOs und DIY-Labels featuren wird, darf man also gespannt sein auf:

Uncle M

FOXING

Das aus St. Louis, Missouri stammende Quintett besticht durch eine hochemotionale Mischung aus atmosphärischem Post-Rock, 90s-Emo und melancholischen Folkpassagen, welche sich durch den Einsatz außergewöhnlicher Instrumente zu einem einzigartigen Sound zusammenfügen. Nach Touren an der Seite von The Hotelier, The World Is A Beautiful Place, Modern Baseball und Tigers Jaw ist dies die mittlerweile zweite Europatour von Foxing und die erste, auf der sie ihr neues, hochgelobtes Album „Dealer“ präsentieren.

MUNCIE GIRLS

Bereits seit Wochen steht die englische Presse (allen voran das auflagenstarke Kerrang Magazin und sowie das Upset) Kopf und jazzt das für März 2016 via Uncle M Music anstehende Debut-Album der Muncie Girls „From Caplan To Belsize“ zu einem der wichtigsten Punkrock-Releases des Jahres hoch. Richtig ist, dass das aus Exeter/England stammende Trio es schafft, auf einem hymnischen Pop-Punk Gerüst dutzende weitere Einflüsse zu vereinen, die von The Lemonheads über Hop Along bis Veruca Salt reichen. Besonders der unaufgeregte Gesang von Frontfrau Lande, deren feministische, linksliberale Texte wohltuende Abwechslung bieten, machen die Muncie Girls zu einer Ausnahme-Erscheinung in Europas Punkrock Szene und zu einem wichtigen Bindeglied zwischen gestern und heute, Pop und Politik und Punk.

THE BENNIES

Ein unbarmherziger Tourplan führte die Bennies in den vergangenen Jahren nach China, Japan und die USA (inclusive The Fest) und sorgte für enge Freundschaften mit vielen ihrer Lieblingskünstler – eine Tatsache, die sich auf subtile Weise auch auf ihrem neuen Album“Wisdom Machine“ (VÖ am 25.03. via Uncle M) widerspiegelt. Im Song „Maybe Me Could Get High“ ist beispielsweise Jay Whalley von Frenzal Rhomb zu hören, mit denen die Bennies zusammen mit NOFX Ende 2014 unterwegs waren, und auch Ezra Kire (Leftöver Crack, Choking Victim) gibt sich auf „Turning Around“ die Ehre. 

The Bennies (deren Song „Party Machine“ in ihrer Heimat Australien gerade durch die Decke geht) sind eine der wildesten, lustigsten, mitreißendsten, schrägsten, buntesten Livebands des Planeten. Jeder, der ein Herz für kalifornisch angehauchten Melodic Punk, zugekifften Ska-Core, schrille Spandex-Hosen und einen Hauch holländischen Techno hat, findet hier seine neue Lieblingsband. 

TWIN RED (ex Client.)

Twin Red aus Hannover haben nicht nur wegen einer aufgrund angeblicher Markenrechtsverletzungen erzwungenen Umbenennung eine turbulente Zeit hinter sich, sondern auch, weil sie vor wenigen Tagen den Nachfolger ihres vielbeachteten Debuts „Joy Is The Only Treat“ aufnahmen, der noch 2016 erscheinen soll. Im Fahrwasser von Szenegrößen wie SUPERHEAVEN oder BASEMENT spielen Twin Red einen unfassbar hymnischen Pop-Punk mit einer guten Portion Grunge. Anders als bei den genannten Bands tritt die Melancholie ein ums andere Mal zumindest musikalisch in den Hintergrund, was zur Folge hat, dass Twin Red auch vielseitiger sind als so manche vermeintliche Referenz-Band. Für uns eine der bärenstärksten deutschen Bands der Stunde! 

GOODBYE FAIRGROUND

Von zunächst offensichtlichen Vergleichen mit Against Me! oder The Gaslight Anthem haben sich Goobye Fairground inzwischen freigeschwommen – nicht zuletzt, da inzwischen mit Stefan und Bunzeln 2/5 von Idle Class Teil der Band sind und dem Quintett einen breiteren Sound verpassen.

Weiterhin küssen sich bei Goodbye Fairground Indierock, Punk und Hardcore zu gleichen Teilen. Ein Nachfolger zu „I Started With The Best Intentions“ ist frisch recorded und wird bald veröffentlicht. Wir freuen uns SEHR auf einen Relaunch der Band anno 2016!

TTNG (ehemals: This Town Needs Guns)

TTNG, die ihre Band zunächst unter dem ironisch gemeinten Namen This Town Needs Guns in Oxford/UK starteten, gehören zu den wichtigsten europäischen Postrock/Emo-Bands und sind mit ihrem vertrackten, hochkomplexen Sound ein Kleinod für alle Fans atmosphärischen Math-Rocks. Ihr weiterhin aktuelles Album „13.0.0.0.0“ (Sargent House Records) gehört längst als Pflichtkauf in Plattensammlungen von Fans von Owls oder American Football.



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