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Punk As Fuck – Wir dürfen vorstellen: Upfluss!!

EP kaufen Vö: 25.11.2017 LSD im Trinkwasser Buddy Building Records

Bei den Saarländer Punkern von Upfluss kann es sich eigentlich nur um Chaoten handeln. Wenn man bedenkt, dass die Kapelle im nächsten Jahr schon ihr 10-jähriges Jubiläum feiert, ständig die Musiker wechselt und eher selten probt, kann man eigentlich kaum zu einem anderen Schluss kommen. Die Tage erscheint dennoch die erste 7“ EP bei den DIYlern LSD IM TRINKWASSER und BUDDY BUILDING, die von der Band eigens im Proberaum aufgenommen und von Tobi Schwarz in den Rama Studios Mannheim gemixt und gemastert wurde.

Musikalisch bewegen wir uns irgendwo zwischen klassischem Deutschpunk, Noise, Riot Grrrl und Hardcorepunk. Das ganze, nur wenige Minuten dauernde Scheibchen, strotzt nur so von Energie, Dreck, Feedbacks und Aufruhr. Schon bei „Kommentarspalten“ fällt die absolute Empörung der Sängerin positiv auf, die über ein recht klassisches D-Punk Riff meckert. Alles kratzt, sogar der Bass, aber die Tonqualität ist überraschend gut für einen Proberaummitschnitt. An den brummenden Amps hört man, dass es sich hier um eine Momentaufnahme handelt, was natürlich nur zur Authentizität beiträgt. In einer guten Minute wird sich über das „Stadtfest“ ausgelassen, das Tempo wird merklich hochgeschraubt, der Spaßfaktor folgt ihm auf den Fuß. Die Klänge sind klar typisch für das Genre, aber auch genauso zeitlos. Hätte mir jemand gesagt, dass das eine Undergroundband aus den 80ern ist, ich hätte es sofort geglaubt.

„Alexander heiszt Angiff“ fiept, kratzt und klingt ein bisschen nach frühem Amipunk, was mir hier auch sehr gut gefällt. Hypnotische, treibende Riffs, mit etwas drohenden Melodien unterstreichen den skandierenden Gesang. Das Kleinod schließt mit „Ostsaarzorn“, einem schönen Hardcorepunker der so schnell geht wie er gekommen ist und setzt damit einen fetten Schlusspunkt.

Das ist der Soundtrack für jeden verranzten Punkerclub, dort wird sich die Musik pudelwohl fühlen und den Szenegängern aufrichtige Freude bereiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zeitzeugen der ersten Punkwelle das ein oder andere Tränchen dabei verdrücken würden.

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