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Während ihrer „Use the Fuzz-Tour“ besuchten uns Parasol Caravan und Cachimbo de Paz aus Linz in Solingen. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten aufgrund der Sprachunterschiede und einer anderen Etiquette, konnten wir doch noch ein unterhaltsames Interview mit den österreicher Jungs führen.

Oder auch: Das Land, wo Knorkator, Schnelligkeit und die Comedian Harmonists herkommen.

 

PIN: Ihr habt ja schon eine lange Tour hinter euch und habt ja einige Zeit im Auto verbringen müssen. Da gibt’s doch bestimmt auch Streit um die Liederwahl. Was ist eure Hass-Musik?

Markus: Knorkator! (Alles lacht.) Nunja, die sind aber trotzdem poetisch. „Wie wärs, wenn ich meinen Kopf in deinen Arsch stecke, ..“ oder so.

Richard: Also ich finde „Conquest“ von den White Stripes richtig schrecklich.

PIN: Hört ihr auch Radio? Was unterscheidet das deutsche vom österreichischen Radio?

Bertram: Naja, eigentlich nicht viel. Die Radiosender sind stark beeinflusst von den deutschen Verteilern, da die Österreicher ihre Musik letztendlich eh aus Deutschland bekommen. Deswegen haben wir auch Silbermond oder Lady Gaga in Österreich.

Vincent: Das ist ja das gleiche mit den Fernsehsendern..

David: Wir haben ja auch ProSieben oder so..

PIN: Ist das schlimm? Wie steht ihr zu Deutschland? Was ist euch aufgefallen?

Alex: Die beste deutsche Band sind die „Comedian Harmonists“! Ich liebe die 20’er!

Bertram: Mir sind die Autobahnen zu schnell. Zu schnell für unseren Van, da läuft ja gar nichts mehr.

David: Bayern ist schön, ihr habt schöne Seen und natürlich geiles Bier!

PIN: Und unsere auf der ganzen Welt hochgelobten Frauen?

Richard: Ach was! Die Belgier haben … nun … (Alle nicken.)

Markus: Oh ja, die Belgierinnen.. Ach, Scheiße, JA! Wenn man da eine am Fahrrad vorbeifahren sieht, ..

Richard: .. da denkt man nur so: „Hallo, hier ist ein Mann, hallo?“

PIN: Ich weiß ja nicht, wie weit man da im Süden entwickelt ist. Habt ihr auch Supermärkte oder müsst ihr einmal in der Woche zum Stadtbrunnen gehen?

Richard: Nein, also wir müssen immer zum Brunnen gehen.

Alex: Elektrizität haben wir auch keine, eigentlich. Wir haben neuerdings Kurbeln an manchen Häusern, die kann man dann drehen, dann hat man für eine halbe Stunde Strom.

Markus: Wir fahren auch mit den Skiern zur Arbeit.

Alex: Manche Leute setzen auch ihre Großmütter im Keller auf ein Fahrrad, wie ein Trafo.

PIN: Deswegen gibt es auch eigentlich nur Unplugged-Bands in Österreich?

Clemens: Und Generatoren-Bands, die sind voll im kommen, aber halt noch sehr selten.

PIN: Also ist nicht alles an der Tour schlecht, wenn man schon mal Strom hat?

David: Nein, aber manchmal ist es natürlich etwas nervig. Es ist eng, stressig und spätestens wenn einer im Auto die Schuhe auszieht, dann explodiert alles. Wenn wir dann aber hier vor dem Gig zusammensitzen, sind wir eine große Familie und alles ist vergessen.

Markus: Hygiene ist auch so eine Sache und ich hab mir letztens irgendwas im Rücken verzogen.

Bertram: Man trinkt viel zu viel Alkohol.

Alex: Überhaupt keine Zeit für Masturbation..

Alle: Oh ja, …

Richard: Dafür haben wir gute Shirtverkäufe und freuen uns auf die Reeperbahn.

Clemens: Heimweh ist eigentlich auch kaum ein Thema. Klar vermisst man seine Liebsten, aber bald sind wir ja wieder heim.

PIN: Vielen Dank, wir wünschen euch noch alles Gute und eine schöne Resttour!

Bertram: Danke man!

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