Kahle Bäume, grauer Himmel, Beton, herbstliche Tristesse, Alltag und Routinen. Abfall, Pflastersteine, Zerbrochenes. Der Versuch, das leere Glas zu füllen, scheitert.

Das sind die Bilder zu dem Stück „Ein Versprechen, kein Versprechen“ der Band schubsen und ein erster Eindruck von dem im März erscheinenden Album „Stühle rücken in Formationen“.


https://youtu.be/7xF-SuxFp1A

Sätze enden dort, wo sie nochmal von vorn beginnen. Ist das die Zustandsbeschreibung von Gedanken, die zirkulieren wie eine Wäschetrommel? Repetition lässt sich gleichzeitig als textliches Stilmittel und Abbild gegenwärtiger Wahrnehmungen verstehen. War das eine Frage oder eine Aussage? Alles verschwimmt. Gitarren, die mal eckig und mal sphärisch sein können; Drums, die mal poltern, mal filigran nach vorne treiben, und ein drückender Bass, der alles irgendwie zusammenhält. Darüber die im Wahnsinn vorgetragenen Worte, deren Mitteilung sich nicht präzise bestimmen lässt, sondern vielmehr auf Seite der Rezeption Vorgänge anstoßen. Einig kann man sich zumindest darüber sein, dass das gezeichnete Bild eher düster und mit Gesellschaft und Psyche irgendwas nicht in Ordnung ist.

„Stühle rücken in Formationen“ ist das zweite Album des seit 2014 bestehenden Quartetts aus Nürnberg, dessen Mitglieder schon in vielen anderen Zusammenhängen Musik machten, zu nennen etwa The Robocop Kraus, One Ironaut, Wings of Love oder Reflekta Reflekta.

Die Platte wurde von Hannes Plattmeier produziert, der bereits mit Messer, Candelilla und Jens Rachut zusammengearbeitet hat. Auf Touren in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilten sie sich die Bühne mit Turbostaat, Heim und Karies.

Im März kreist die Band erneut durch die Republik und ist an folgenden Orten anzutreffen:
06.03.2019 Berlin, Loophole
07.03.2019 Hamburg, Astra Stube
08.03.2019 Duisburg, Djäzz
09.03.2019 Köln, King Georg

Titelbild: schubsen | (c) Andreas Hornhoff

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