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Vom Straßenmusiker zum Weltstar – Ed Sheeran, James Morrison & Co.

Straßenmusiker sind beliebte Gesichter von belebten Städten, die Passanten einige Minuten zum Aufatmen im alltäglichen Hin und Her gönnen. Sie spielen oftmals „auf Hut“ und verlangen im Gegenzug für ihre künstlerische Darbietung eine kleine Entlohnung auf freiwilliger Basis.


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Das Musizieren auf der Straße hat sowohl positive als auch negative Seiten.  Doch die Karrieren von einigen Stars zeigen, dass es langfristig eine gute Basis für eine internationale Karriere sein kann.


Das Leben als Straßenkünstler

Viele Menschen, die einen routinierten Arbeitsalltag führen, verfolgen das Vagabundenleben der Straßenmusiker oftmals mit sehnsüchtigen Augen. Doch Beobachter vergessen oft das fehlende Routine Spaß und Frustration gleichzeitig bedeutet. Musiker, die Straßenkunst hauptberuflich betreiben, erzählen in Reportagen und Interviews, dass sie in vielerlei Hinsicht ein Leben, das von Auf und Abs geprägt ist, führen.

Die Finanzen sind natürlich das Hauptproblem der Musiker. Obwohl Auftritte auf Festivals eine gute Geldquelle sind, ist der tägliche Verdienst von Darbietungen auf Fußgängerzonen abhängig. Hier spielt häufig nicht die persönliche Leistung eine Rolle, sondern der Fußgängerverkehr, die Großzügigkeit der Passanten sowie die Wetterverhältnisse. Daneben können unkalkulierte Zwischenfälle wie ein Unfall oder der Diebstahl des eingesammelten Geldes den Tagesverlauf komplett ins Gegenteil umkehren.  In dieser Hinsicht hat das Leben als Straßenmusiker Ähnlichkeiten mit dem Pokerspiel. Doch, auch wenn Musiker, aufgrund der äußeren Umstände, schlechte Karten haben, unterstützt eine gute Taktik oder ein Plan B die Lösung dieser Probleme. Die Achtung des allgemeingültigen Regelkodex für Straßenmusiker hilft natürlich dabei. 

Denn es gibt viele lohnenswerte Gründe, warum Musiker die Unberechenbarkeit des Straßenlebens auf sich nehmen. Auf künstlerischer Ebene erfahren die Vagabunden hautnah die Reaktionen des Publikums auf ihre Musik und können unmittelbar die positive Wirkung ihrer Kunst auf die Umwelt erleben. Hinzukommt, dass leicht Kontakte zu unterschiedlichen Menschen geknüpft werden kann, wodurch erstens der Bekanntenkreis langsam aber kontinuierlich vergrößert und zweitens Inspiration für neue Musik gewonnen wird. Dies sind wichtige Faktoren, die die Musikkarriere auf langfristiger Hinsicht positiv beeinflussen. Denn tatsächlich gibt es einige Künstler, die die Straßen als Sprungbrett für ihre Musikkariere genutzt haben. Entweder auf der Straße entdeckt oder Schritt für Schritt in zunehmend größeren Musikevents und -festivals teilgenommen, haben diese Straßenkünstler geschafft ein breites Publikum für sich gewonnen und den Sprung auf die großen Bühnen der Popmusik geschafft haben.

Straßenkunst in den Charts

Tatsächlich gibt es zahlreiche Musiker aus der Popwelt, die auf den Straßen ihre Musikkarriere angefangen und schließlich den Sprung in die Entertainment-Industrie geschafft haben. Einer der bekanntesten Namen hierfür ist Mike Rosenberg alias Passenger. Er zählt zu den wenigen Gesichtern der Popwelt, der gerne und viel von seiner Vergangenheit als Straßenkünstler erzählt. Zu Beginn seiner Karriere tourte der britische Singer & Songwriter als einfacher Straßenmusiker durch Großbritannien und Australien. Mittlerweile füllt er ganze Konzerthallen und stürmt die Charts mit seinen zarten aber lebhaften Songs über Liebe und Leben.

Wie sein enger Freund Passenger, hat auch Ed Sheeran klein angefangen. Als junger Mann verdiente der heutige Popstar in den 2000er Jahren auf kleinen Festivals und in belebten Straßen sein Unterhalt. Trotz eines harten Lebens auf Londoner Straßen gab der Musiker nicht auf. Sein Durchhaltevermögen zahlte sich aus. 2010 wurde Ed Sheeran vom Rapper Example entdeckt, der ihn schließlich zu einer gemeinsamen Tour einlud. Dank seines Talents füllt Ed Sheeran heute Stadien auf der ganzen Welt.

James Morrison startete seine Karriere in seiner Heimat Cornwall, wo er als Teenager seine ersten Songs als Straßenkünstler der Öffentlichkeit präsentierte. Seine kleinen Erfolge auf den Fußgängerzonen von Cornwall verhalfen ihn zu ersten Auftritten auf Kneipen. Dort wurde er schließlich von einem lokalen Gitarristen entdeckt, der mit Morrison an den ersten Demos arbeitete. Sein Debutalbum Undiscovered wurde 2006 veröffentlicht und verschaffte ihm schließlich die Anerkennung, die er als begabter Künstler verdiente.

Auch B. B. King, neben Albert King und Freddie King, einer der „Kings of Blues“, schaffte von den Straßen von Mississippi den Sprung auf die Weltbühnen. Der Musiker und Gitarrist wuchs während der Zeit der Großen Depression in der USA auf und erkämpfte sich seine musikalische Karriere unter äußerst schwierigen Umständen. Erste Erfolge kamen erst in den 50er Jahren. Doch sein Ehrgeiz, Talent und seine Liebe für die Musik schenkte ihm 15 Grammys.

Der Weg einer Musikkarriere kann steinig sein. Das zeigt uns das Leben der Straßenkünstler, die viele Bürden auf sich nehmen, um ihre Leidenschaft für Musik auszuleben. Doch das Leben als Straßenmusiker kann auch eine wichtige Basis für die spätere Karriere bilden, wie uns populäre Künstler von heute sowie der „King of Blues“ zeigt.

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