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Die französische Musikerin Isabelle Geffroy, besser bekannt als ZAZ, lockte am 29. Juli etliche tausend Menschen in den Kölner Tanzbrunnen.

Bei angenehmen Temperaturen und Getränken aus Plastikbechern konnte man sich den Weltstar unter freiem Himmel zu Gemüte ziehen. Musikerinnen und Musiker mit einem Bekanntheitsgrad werden von der Masse kaum hinterfragt, die Popularität ist der Schlüssel und die Menschen konsumieren diese. Keinesfalls will ich damit sagen, dass aufgrund eines gewissen Status, die Musik nicht weniger hochwertig oder weniger liebenswert ist. Das Problem daran ist nicht die Musik, es ist die Masse.

Kommen wir zurück in den Tanzbrunnen. ZAZ liefert eine Show ab, die trotz ihres Bekanntheitsgrades tatsächlich wenig pompös daherkommt. Ein Querschnitt durch ihre bisherige Schaffenszeit, mal gibt sie sich rockig, mal sehr sanft und dann wieder diese ZAZsche Leichtigkeit, mit der sie sich in all‘ die Herzen dieser Menschen gesungen hat. Bei dem Lied Je Veux muss ich beispielsweise immer an das Einkaufen in Kaufhäusern denken. 2010 verging kein Einkauf ohne diesen Song. Ein Lied, dass sich für die Einfachheit des Lebens ausspricht und die Menschen beim Konsumieren freudig stimmt. Paradox.

Das dieser kurzweilige Abend wenig positives zu vermelden hat, ist nicht die Schuld von ZAZ. Es ist die Schuld all derer Menschen, die auf Konzerten nichts besseres zu tun haben als laute Gespräche zu führen, Selfies zu machen, minderwertige Videos zu drehen und nervig zu klatschen, sodass man die Musiker und die Sängerin im hinteren Bereich des Tanzbrunnens kaum hören konnte.

Titelbild: ZAZ | (c) Yann Orhan

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