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Der Multi-Instrumentalist Yann Tiersen veröffentlicht heute sein neues Album „All“, welches er – wieder einmal – allein komponiert und eingespielt hat.

Vö: 15.02.2019 Mute iTunes LP kaufen

Wie bei seinem 2016-er Album „Eusa“ nutzt er für die Aufnahme das heimische Tonstudio auf der Insel Ouessant, die 800 Einwohner hat und als westlichster Punkt Frankreichs vor der bretonischen Küste im Atlantik liegt. Hier lebt der 49-jährige seit vielen Jahren und hat sich in einer alten Dorf-Diskothek ein modernes Tonstudio eingerichtet.

Bekannt wurde Tiersen durch ergreifende und berührende Filmmusiken, die er sowohl akustisch aber auch mit großer Orchestrierung eingespielt hat.

Zu nennen sind hier insbesondere die Musiken zu „Die wunderbare Welt der Amelie“ und „Good Bye, Lenin“. Aber auch seine Kooperationen z.B. mit The Divine Comedy-Frontman Neil Hannon oder Shannon Wright fanden sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern wohlwollenden Anklang.

Ganz im Gegensatz zum letzten Album setzt Tiersen bei „All“ auf längere (zum Teil keltische) Gesangspassagen und  die Mehrzahl der Stücke wirkt mystisch und geheimnisvoll. Das Album schwebt überwiegend leicht und angenehm vernebelt daher.

Wunderbar die Stimmen und Tonelemente, die Tiersen mit der passenden Musik zu einem Reigen durch den Zyklus des Jahres und des Lebens verbunden hat. Hier passt tatsächlich jeder Ton, jedes gehauchte Wort und jeder Effekt, so dass ein Gesamtwerk an berührend berauschenden Stimmungen entsteht, dass den Hörer mitnimmt auf eine Reise durch die Gefühlswelten im Lebensverlauf. Man muss nicht verstehen, was gesungen oder gesprochen wird, man fühlt es.

Ein Stück herauszuheben würde eine Abwertung der anderen Stücke bedeuten und das wäre hier in keinster Weise angemessen.

Wer Lust hat sich auf ein außergewöhnlich intensives und bewegendes Musikerlebnis einzulassen, der muss dieses Album besitzen.

 

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  • 8.5/10
    Autor Richard Kilian - 8.5/10
8.5/10

Kurzfassung

Ein beruhigendes und berührendes Gesamtwerk mit dem Potential zur Filmmusik. Yann Tiersen enttäuscht seine Fans und Kritiker nicht und liefert ein solides Album des entspannten Hörvergnügens ab.

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  • Sebastian Plano – Impetus

    Neben Postrock im weitesten Sinne und düsteren, stimmungsvollen Ambient hat man bei Denova…
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