Die Berliner veröffentlichen ihr Debut in Eigenregie und öffnen damit Türen für Bands ausserhalb des Mainstreams. Ein Erstling auf internationalem Niveau der zwischen Dream-Pop, Indierock und Postirgendwas voll auftrumpft.

Live ist das Quintett eine Bank und hat mit Clemes Kluck einen exzellenten Sänger in ihren Reihen. Nun haben sie die erste Konserve geöffnet und darin steckt mehr als Dosenfutter für Möchtegern Indie Nerds. „Voile“ könnte so auch von M83 stammen und zieht sich als Intro bis in „Fat Man & Little Boy“. Da nimmt einen dieser fragile, wunderschöne Gesang in Empfang, trägt dich über die Schwelle und schmeisst dich in diesen straighten Indiebeat, der sich mit Chören und Gitarrenwänden zum Postpop entwickelt. Grandios! „Winter Act I“ überzeugt genauso mit starken Melodien und immer wieder diese Postrockgitarren die dem ganzen das gewisse Etwas verleihen. „Slo Motion Olymp“ ist Pop in Reinkultur. Very british und mit einer Prise Elektro. „Ludwig II“ wird am Ende mit Noisegitarren auf Krawall gebürstet und YS überraschen immer wieder mit Details, die dieses Album sehr hörenswert machen. „We like Chopin“ beweisst, das auch im Indie Pop einige Tiefe stecken kann. Natürlich ist dieses Werk voll von Zitaten aus dem Indie Poprock , besonders dem von der britischen Insel aber das macht überhaupt nichts denn Clemens Kluck singt ein so hervoragendes, akzentfreies Englisch, das wenn man es nicht wüsste auf eine Band aus Great Britain tippen würde. Dieser Tonträger positoniert Deutschland wieder ganz oben im Indiebereich und 2013 hat gerade erst begonnen.

01 Voile
02 Fat man and little boy
03 Winter act I
04 Slow motion olymp
05 Paralyzing
06 Paris syndrom
07 Ludwig II
08 Me and Meursault
09 Modern philosophy
10 Winter act II
11 We like Chopin

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